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108 kubanische Migranten an der Grenze zwischen Brasilien und Guyana gerettet; fünf Schleuser festgenommen

Juni 10, 2026
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108 kubanische Migranten an der Grenze zwischen Brasilien und Guyana gerettet; fünf Schleuser festgenommen
Die brasilianische Polícia Rodoviária Federal (PRF) und die Bundespolizei führten am 8. Juni auf der BR-401 nahe Cantá, Roraima, ihre bisher größte humanitäre Rettungsaktion an einem einzigen Tag durch. Dabei wurden 108 kubanische Staatsangehörige befreit, die von Schmugglern in unsicheren Fahrzeugen zusammengepfercht worden waren, mit dem Versprechen, sie nach São Paulo zu bringen. Fünf mutmaßliche Schleuser – Teil eines lokal als „coiotes“ bekannten Netzwerks – wurden festgenommen und an die Bundesstaatsanwaltschaft übergeben. Die Migranten, darunter Kinder und ältere Reisende, hatten zwei Tage lang nichts gegessen und mussten bis zu 3.000 US-Dollar pro Person zahlen. Sie werden nun einer Einwanderungsregularisierung und Gesundheitsuntersuchung unterzogen, bevor sie in lokale Unterkünfte des Sozialministeriums gebracht werden. Mit dieser Aktion steigt die Zahl der seit 2024 in Roraima geretteten Migranten auf 297. Aus Sicht der Mobilitätssicherheit sollten Unternehmen, die Mitarbeiter zu Grenzregionen mit Bergbau- und Energieprojekten entsenden, ihre Sicherheitsprotokolle überdenken: Behörden warnen, dass Schmuggler zunehmend dieselben Nebenstraßen und informellen Flussübergänge nutzen, die auch von Firmenkonvois frequentiert werden. Politisch verschärft der Vorfall den Druck auf Brasília, das festgefahrene Gesetzesvorhaben zu humanitären Visa für Karibik-Staatsangehörige voranzutreiben, das eine legale Alternative zu gefährlichen Landrouten schaffen würde. Experten gehen davon aus, dass ein vereinfachtes Visum auch den Arbeitskräftemangel im brasilianischen Bausektor lindern könnte, wo kubanische Arbeitskräfte bereits gefragt sind. Bis zur Umsetzung der Gesetzesänderung müssen Compliance-Teams sicherstellen, dass alle kubanischen Subunternehmer in Brasilien über einen dokumentierten Status verfügen; Verstöße gegen die Beschäftigung von irregulären Migranten können mit bis zu 800 R$ pro Arbeitnehmer und Tag geahndet werden.
Quelle: CNN Brasil

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