
Die brasilianische Bundespolizei (PF) meldete am 18. Juni eine Reihe von Abfangaktionen am Flughafen São Paulo/Guarulhos – dem verkehrsreichsten Drehkreuz Lateinamerikas – und unterstreicht damit die sicherheitsrelevante Dimension der globalen Mobilität. Zu den Fällen zählen: zwei thailändische Passagiere, die 44 kg Skunk und Haschisch im aufgegebenen Gepäck mitführten; ein brasilianischer „Body-Packer“, der mit im Körper geschluckten Kokainkapseln nach Paris reisen wollte; sowie zwei Reisende (aus der Dominikanischen Republik und Burkina Faso), die versuchten, mit gefälschten Dokumenten an Bord zu gehen. Ein brasilianischer Reisepass wurde auf Anordnung eines Gerichts in Volta Redonda beschlagnahmt. Die PF erklärte, die Maßnahmen seien Teil einer verstärkten „Winterferien“-Operation, die Verhaltensanalysen, Röntgenscreenings und vorab von Fluggesellschaften bereitgestellte Passagierdaten kombiniert. Internationale Fluggesellschaften wurden über neue Muster bei Dokumentenfälschungen informiert, die recycelte brasilianische Reisepässe betreffen. Für Firmenreisemanager betont der Vorfall die Bedeutung der Einhaltung des brasilianischen Advance Passenger Information Systems (API-BR) und die Sicherstellung, dass Mitarbeiter Reisepässe mit einer Gültigkeit von mindestens sechs Monaten besitzen, da sekundäre Kontrollen zunehmend strenger werden. Logistikunternehmen, die wertvolle Fracht über GRU transportieren, müssen mit längeren Verweilzeiten rechnen, da die Stichprobenkontrollen zunehmen. Die Aktion befeuert zudem die Debatte, ob Brasilien die Einführung biometrischer e-Gates für ausreisende Passagiere beschleunigen sollte – ein Projekt, das derzeit bei der Nationalen Zivilluftfahrtbehörde (ANAC) ins Stocken geraten ist.
Quelle: Polícia Federal
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