
Netzwerke zur Unterstützung von Einwanderern in Minnesota schlagen Alarm: Die Zahl der Räumungsklagen in den Twin Cities steigt wieder an – trotz rekordverdächtiger Spenden, mit denen gefährdete Familien während der einmonatigen Einwanderungsrazzia der Bundesregierung unterstützt wurden. Ein Bericht von MPR News vom 22. Juni zeigt, dass Gemeinschaftsorganisationen nach dem Einsatz von ICE-Agenten im Frühjahr, bei dem über 1.500 Personen festgenommen wurden, Hunderttausende Dollar gesammelt haben. Dennoch stiegen die neuen Räumungsklagen in den Landkreisen Hennepin und Ramsey im Mai um 14 Prozent, was darauf hindeutet, dass viele Haushalte mit gemischtem Aufenthaltsstatus weiterhin Schwierigkeiten haben, die Miete zu zahlen, wenn ein Hauptverdiener inhaftiert wird. Vermieter berichten, dass die Unsicherheit durch die anhaltenden Razzien – unter dem Namen „Operation Metro Surge“ bekannt – manche Mieter davon abhält, vor Gericht zu erscheinen oder Mietunterstützung zu beantragen, was die Verdrängung beschleunigt. Unterstützer warnen, dass erzwungene Umzüge Schulkinder beeinträchtigen und Familien in illegale Wohnverhältnisse drängen können, wodurch sie für soziale Hilfsorganisationen schwerer erreichbar werden. Für Arbeitgeber zeigen sich die Folgen der Operation in Fehlzeiten und geringerer Produktivität bei US-amerikanischen Mitarbeitern, deren Angehörige festgenommen wurden; Unternehmen mit großem Einwandereranteil könnten zudem erleben, dass Talente in weniger streng kontrollierte Regionen abwandern. Best Practice: Personalabteilungen sollten Notfallurlaubs- und Mitarbeiterhilfsprogramme überprüfen, mit lokalen gemeinnützigen Organisationen für rechtliche Unterstützung zusammenarbeiten und klar kommunizieren, dass die Zusammenarbeit am Arbeitsplatz bei rechtmäßigen ICE-Prüfungen nicht über die gesetzlich vorgeschriebenen Datenweitergaben hinausgeht.
Quelle: MPR News
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