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Frontex warnt: Warteschlangen beim Ein- und Ausreisesystem könnten bis zu zwei Jahre andauern, während das EES in den Regelbetrieb übergeht

Juni 24, 2026
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Frontex warnt: Warteschlangen beim Ein- und Ausreisesystem könnten bis zu zwei Jahre andauern, während das EES in den Regelbetrieb übergeht
In einem Interview vom 23. Juni 2026, veröffentlicht auf dem Fachportal ETIAS Pro, warnte Uku Särekanno, stellvertretender Exekutivdirektor von Frontex, dass Reisende an den Außengrenzen des Schengen-Raums voraussichtlich bis mindestens 2028 mit längeren Wartezeiten rechnen müssen. Das seit April voll funktionsfähige EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) erfasst biometrische Daten aller Drittstaatsangehörigen – darunter auch Brasilianer – und ersetzt damit die herkömmlichen Passstempel. Laut Särekanno ist die erstmalige Registrierung der Engpass: „Grenzbeamte müssen vier Fingerabdrücke und ein Gesichtsfoto erfassen; das allein kann pro Passagier 60 bis 90 Sekunden zusätzlich kosten.“ Tests an den Flughäfen in Lissabon, Madrid und Paris-CDG zeigen, dass sich die Wartezeiten während der Spitzenzeiten bei Ankünften aus dem Südatlantik verdreifachen. Sobald die Daten eines Reisenden im System gespeichert sind, verlaufen spätere Grenzübertritte schneller, doch die Flughafeninfrastruktur und das Personal benötigen „ein bis zwei Sommersaisons“, um sich zu stabilisieren. Der Frontex-Vertreter bestätigte, dass die gesetzliche Frist, innerhalb derer Mitgliedstaaten das EES aus betrieblichen Gründen aussetzen dürfen, im September endet – Flughäfen müssen sich also anpassen, statt Verzögerungen zu verschieben. Er rief die Fluggesellschaften dazu auf, Abflüge aus visafreien Ländern wie Brasilien zeitlich zu staffeln und Passagiere auf die nun automatisch durch das EES durchgesetzten Passgültigkeitsregeln vor Abflug hinzuweisen. Für brasilianische Unternehmen lautet die Botschaft, bei Europa-Reisen mehr Pufferzeit einzuplanen und sicherzustellen, dass die Mitarbeiter Pässe besitzen, die in den letzten zehn Jahren ausgestellt wurden – eine oft übersehene technische Voraussetzung, die an den EES-Gates künftig strikt kontrolliert wird. Reiseverantwortliche sollten zudem die nächste Phase im Blick behalten: den Start von ETIAS im vierten Quartal 2026, der eine weitere Vorab-Reisegenehmigung erforderlich macht.
Quelle: ETIAS Pro

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