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EU-Brasilien Investitionsforum rückt Mobilitätsklauseln im Vorfeld der Ratifizierung des Mercosur-Abkommens in den Fokus

Juni 24, 2026
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EU-Brasilien Investitionsforum rückt Mobilitätsklauseln im Vorfeld der Ratifizierung des Mercosur-Abkommens in den Fokus
Das zweite EU-Brasilien Investitionsforum, das am 23. Juni 2026 in der Zentrale von ApexBrasil in Brasília stattfand, versammelte 400 Beamte und Führungskräfte, um über Investitionsprojekte im Wert von 12 Milliarden Euro in den Bereichen digitale Infrastruktur, grüner Wasserstoff und kritische Mineralien zu diskutieren. Während die Schlagzeilen vor allem die Kapitalflüsse hervorhoben, widmete sich ein spezielles Panel zum Thema „Menschen, Kompetenzen und nachhaltige Mobilität“ eher im Hintergrund der Frage, wie das bevorstehende EU-Mercosur-Assoziationsabkommen kurzfristige Entsendungen erleichtern wird. Entwürfe von Anhängen, die CEBRI vorliegen, schlagen eine visafreie Einreise von 90 Tagen für innerbetriebliche Versetzungen und Dienstleistungserbringer vor, die gegenseitige Anerkennung von Ingenieur- und IT-Abschlüssen sowie ein Pilotprojekt für ein vertrauenswürdiges Arbeitgebermodell nach dem Vorbild der kanadischen Global Skills Strategy. EU-Kommissar Jozef Síkela bestätigte eine EU-Förderung in Höhe von 135 Millionen Euro, um Brasilien bei der Digitalisierung der Arbeitserlaubnisverfahren und der Ausweitung der englischsprachigen Berufsausbildung in der Amazonasregion zu unterstützen. Brasilianische Multinationale wie Vale und Embraer plädierten für schnellere Verfahren für EU-Techniker, die importierte Ausrüstung warten, während deutsche KMU Brasília baten, die Komplexität der Lohnsteuer bei projektbezogenen Entsendungen zu reduzieren. Die Präsidentin von ApexBrasil, Márcia Nejaim, kündigte an, dass im Juli eine öffentliche Konsultation zu einem neuen „Mobilitätskapitel“ starten werde. Für Personal- und Mobilitätsteams deuten die Ergebnisse des Forums auf greifbare Erleichterungen hin – möglicherweise könnten die derzeitigen Bearbeitungszeiten von 6 bis 8 Wochen für temporäre Arbeitsvisa nach Inkrafttreten des Abkommens auf unter zehn Tage verkürzt werden. Unternehmen sollten nun prüfen, welche Positionen davon profitieren könnten, und Compliance-Rahmenwerke vorbereiten, die mit der bevorstehenden Akkreditierung als vertrauenswürdiger Arbeitgeber übereinstimmen.
Quelle: European Commission – DG International Partnerships

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