
Die brasilianische Band Capital Inicial aus Brasília hat am Donnerstag (25.) die Absage ihrer vier geplanten Auftritte in Boston, New York, Miami und Orlando bekannt gegeben, nachdem wichtige Mitglieder des Support-Teams keine O-1B-Arbeitsvisa rechtzeitig erhalten hatten. Während alle Musiker gültige Visa besaßen, wurde einigen Roadies und Technikern die konsularische Genehmigung verweigert – eine Voraussetzung der örtlichen Veranstaltergewerkschaft für die Einreise in die USA. In einer Stellungnahme erklärte die Band, dass sie einen Eilantrag für die Visa gestellt habe, die US-Botschaft jedoch mitteilte, dass aufgrund des Antragsanstiegs im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft bis August keine vorrangigen Interviewtermine verfügbar seien. Der Fall verdeutlicht Engpässe bei der Ausstellung von Arbeitsvisa für die Veranstaltungsbranche. Brasilianische Veranstalter berichten, dass sie bis zu sechs Monate auf Interviewtermine bei US-Konsulaten warten müssen, was Kurzzeit-Tourneen erschwert. Experten empfehlen Produzenten, Alternativen wie P-1B-Visa für Künstlergruppen oder die lokale Anstellung von Teilen des Teams zu prüfen. Für Entertainment-Unternehmen unterstreicht der Vorfall die Notwendigkeit, Visa-Anträge mindestens 180 Tage im Voraus zu stellen und Nachweise künstlerischer Anerkennung vorzulegen, die zentrale Voraussetzung für das O-1B-Visum.
Quelle: UOL Splash
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