
Genau ein Jahr vor dem Anpfiff hat der brasilianische Fußballverband (CBF) am 24. Juni 2026 den Bericht „Falta 1 Ano“ (Noch 1 Jahr) veröffentlicht, der die Vorbereitungen in den Bereichen Infrastruktur, Sicherheit und Mobilität für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft darlegt. Acht Gastgeberstädte – Belo Horizonte, Brasília, Fortaleza, Porto Alegre, Recife, Rio de Janeiro, Salvador und São Paulo – müssen bis Dezember Flughafenmodernisierungen, zweisprachige Beschilderungen und Konzepte für den Nahverkehr abschließen. Der CBF bestätigte, dass an 12 internationalen Flughäfen vorrangige Einwanderungsschleusen und spezielle Zollschalter eingerichtet werden. Diese sind mit dem heute unter dem Gesetz 15.421 aktivierten neuen E-Visum-System verknüpft, das Teams und akkreditiertem Personal eine durchschnittliche Einreisezeit von 25 Minuten ermöglicht. Ein Pilotprojekt am Flughafen Guarulhos (GRU) mit QR-Code-Eintrittsgenehmigungen verarbeitete bei einem kürzlichen Test 600 Passagiere. Die Gastgeberstädte erweitern zudem ihre urbanen Mobilitäts-Apps, um Spieltickets mit Metro-, BRT- und Mitfahrgutscheinen zu verknüpfen – ein Modell, das bereits bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio erfolgreich erprobt wurde. Veranstalter von Business-Events werden aufgefordert, ihre Zeitpläne mit den lokalen Behörden abzustimmen, da an Spieltagen temporäre Verkehrsbeschränkungen rund um die Stadien gelten. Aus Sicht der Unternehmensmobilität liefert der CBF-Fahrplan erstmals einen verbindlichen Zeitrahmen für die Reiseplanung. Firmen, die mit einem Anstieg von Kundenbesuchen oder Expatriate-Umzügen rechnen, sollten frühzeitig Unterkünfte blocken und gegebenenfalls Fahrzeuggenehmigungen für die Innenstadt beantragen. Der Bericht schließt mit der Prognose, dass Brasilien während des Turniers mit über 1,2 Millionen internationalen Ankünften rechnet und ein wirtschaftlicher Effekt von rund 5,4 Milliarden R$ erwartet wird – Zahlen, die eine frühzeitige strategische Mobilitätsplanung für Unternehmen mit brasilianischen Aktivitäten unerlässlich machen.
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