
Die brasilianische Rockband Capital Inicial musste am 25. Juni eine geplante US-Tournee mit vier Stationen absagen, nachdem das amerikanische Konsulat mehreren wichtigen Technikern und Begleitmusikern die Visa verweigert hatte. Die Konzerte in Boston, New York, Miami und Orlando, die zwischen dem 24. und 28. Juni stattfinden sollten, waren Teil der Jubiläumstour „Música Urbana“ und hatten bereits tausende Tickets an im Ausland lebende Brasilianer verkauft. In einer Stellungnahme erklärte die Band, dass alle Hauptmitglieder gültige B-1/B-2-Visa besitzen, jedoch „unverzichtbare Mitglieder des Support-Teams“ ohne Angabe von Gründen abgelehnt wurden, obwohl sie bereits zuvor in den USA aufgetreten sind. Veranstalter versuchten, lokale Bühnenhelfer zu engagieren, doch gewerkschaftliche Vorschriften und Versicherungsanforderungen machten kurzfristige Ersatzlösungen unmöglich. Rückerstattungen werden über die US-Ticketplattform Eventbrite abgewickelt, und die Band kündigte Ersatztermine in Südamerika für später im Jahr an.
Der Vorfall hat die Debatte über die langen Bearbeitungszeiten für US-Nicht-Einwanderungsvisa für Brasilianer neu entfacht. Daten des US-Außenministeriums zeigen, dass die durchschnittlichen Wartezeiten für B-Kategorie-Interviews Mitte Juni 2026 in São Paulo bei 247 Tagen und in Rio de Janeiro bei 193 Tagen lagen – vor der Pandemie waren es weniger als 30 Tage. Zwar gibt es für bestimmte Verlängerungen Interviewbefreiungen, doch Erstbewerber im Support-Team müssen weiterhin persönlich vorsprechen. Der Branchenverband ABRAPE berichtet, dass in diesem Jahr bereits 37 brasilianische Acts nordamerikanische Auftritte verschoben oder abgesagt haben, was geschätzte Einnahmeverluste von 120 Millionen Real durch Ticketverkäufe und Merchandising bedeutet. Tour-Management-Firmen fordern das brasilianische Außenministerium auf, ein pauschales O- oder P-Visa-Erleichterungsprogramm ähnlich dem britisch-amerikanischen Abkommen von 2024 auszuhandeln. Zudem empfehlen sie, vollständige Crew-Listen mindestens 12 Monate vor Abreise einzureichen und US-Einwanderungsanwälte zu konsultieren, die mit den „221(g)“-Verfahren bei administrativen Verzögerungen vertraut sind.
Berater für Geschäftsreisen weisen darauf hin, dass die Auswirkungen über die Unterhaltungsbranche hinausgehen: Auch Firmen-Roadshows sind oft auf freiberufliche Audio-Visuelle Teams angewiesen, die vor denselben konsularischen Hürden stehen. Mobility-Manager, die Produkteinführungen oder Incentive-Events in den USA planen, sollten Visakontingente in ihre Projektpläne aufnehmen und mögliche Umbuchungsgebühren im Budget berücksichtigen.
Der Vorfall hat die Debatte über die langen Bearbeitungszeiten für US-Nicht-Einwanderungsvisa für Brasilianer neu entfacht. Daten des US-Außenministeriums zeigen, dass die durchschnittlichen Wartezeiten für B-Kategorie-Interviews Mitte Juni 2026 in São Paulo bei 247 Tagen und in Rio de Janeiro bei 193 Tagen lagen – vor der Pandemie waren es weniger als 30 Tage. Zwar gibt es für bestimmte Verlängerungen Interviewbefreiungen, doch Erstbewerber im Support-Team müssen weiterhin persönlich vorsprechen. Der Branchenverband ABRAPE berichtet, dass in diesem Jahr bereits 37 brasilianische Acts nordamerikanische Auftritte verschoben oder abgesagt haben, was geschätzte Einnahmeverluste von 120 Millionen Real durch Ticketverkäufe und Merchandising bedeutet. Tour-Management-Firmen fordern das brasilianische Außenministerium auf, ein pauschales O- oder P-Visa-Erleichterungsprogramm ähnlich dem britisch-amerikanischen Abkommen von 2024 auszuhandeln. Zudem empfehlen sie, vollständige Crew-Listen mindestens 12 Monate vor Abreise einzureichen und US-Einwanderungsanwälte zu konsultieren, die mit den „221(g)“-Verfahren bei administrativen Verzögerungen vertraut sind.
Berater für Geschäftsreisen weisen darauf hin, dass die Auswirkungen über die Unterhaltungsbranche hinausgehen: Auch Firmen-Roadshows sind oft auf freiberufliche Audio-Visuelle Teams angewiesen, die vor denselben konsularischen Hürden stehen. Mobility-Manager, die Produkteinführungen oder Incentive-Events in den USA planen, sollten Visakontingente in ihre Projektpläne aufnehmen und mögliche Umbuchungsgebühren im Budget berücksichtigen.
Quelle: Bahia Notícias