
Die Polizei Zyperns gab am 28. Juni bekannt, dass seit dem 1. Januar 2026 bereits 4.021 Drittstaatsangehörige ohne legalen Aufenthaltsstatus zurückgeführt oder abgeschoben wurden – ein Tempo, das die Insel auf Kurs für ein Rekordjahr bei Rückführungen hält. Die jüngsten Abreisen erfolgten im Rahmen eines von Frontex koordinierten Charterflugs, der am Wochenende von Larnaka startete und Zyperns zehnte Teilnahme an einem gemeinsamen EU-Rückführungsflug in diesem Jahr markierte. Diese Zahl ist bemerkenswert für ein Land mit nur 900.000 Einwohnern und verdeutlicht den anhaltenden Druck, dem Zypern als eines der fünf mediterranen „Frontstaaten“ der Europäischen Union ausgesetzt ist.
Die Ankünfte gingen nach der Verschärfung der Asylregeln in Nikosia im Jahr 2024 stark zurück, doch die Aufnahmeeinrichtungen sind weiterhin nahezu ausgelastet, weshalb die Regierung Ressourcen von der Bearbeitung hin zur Rückführung verlagert hat. Seit Januar hat der Ausländer- und Migrationsdienst Schnellrückführungsteams ausgebaut, eine spezielle Fallmanagement-Einheit in Menoyia wiedereröffnet und mit Nigeria, Bangladesch sowie der Demokratischen Republik Kongo – den drei größten Herkunftsländern in diesem Jahr – Schnellverfahren für Dokumente ausgehandelt.
Die Rückführungen werden maßgeblich durch EU-Mittel finanziert. Sämtliche Kosten für Charter- und Linienflüge sowie Rückkehrhilfen in Höhe von 1.000 bis 3.000 Euro für freiwillige Rückkehrer werden vom Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der EU übernommen. Behörden betonen, dass diese Strategie humaner und kosteneffizienter sei als langwierige Haft, während NGOs darauf hinweisen, dass Inhaftierte kaum Zeit haben, rechtlichen Beistand in Anspruch zu nehmen.
Der am 12. Juni in Kraft getretene neue EU-Pakt für Migration und Asyl wird diese Finanzierung dauerhaft sichern und einen einheitlichen „EU-Rückführungskoordinator“ schaffen – eine Veränderung, die zypriotische Behörden als Beschleunigung der bislang von 27 Hauptstädten zersplitterten Bürokratie sehen.
Für international tätige Arbeitgeber ist die Botschaft klar: Zypern verschärft die Statuskontrollen. Die Polizei führte in diesem Jahr bereits 2.900 Arbeitsplatzkontrollen durch und erklärt, dass jeder bei einer Razzia angetroffene Überzieher in Haft genommen wird, bis die Rückführung erfolgt. Unternehmen, die Nicht-EU-Mitarbeiter beschäftigen, werden aufgefordert, Aufenthaltsgenehmigungen und Gehaltsunterlagen stets aktuell zu halten, da bei Verstößen seit April Bußgelder von bis zu 10.000 Euro pro Arbeitnehmer drohen.
Personalabteilungen sollten sich zudem auf strengere Grenzkontrollen einstellen: Die Beamten an den Flughäfen Larnaka und Paphos prüfen nun, ob Geschäftsreisende Rückflugtickets, Hotelbuchungen und ausreichende finanzielle Mittel vorweisen können.
Blickt man voraus, plant das stellvertretende Migrationsministerium, das freiwillige Unterstützungsprogramm für syrische Familien bis zum 30. Oktober zu verlängern und im Aufnahmecenter Pournara ein „Rückkehrzentrum“ zu eröffnen, das Reisedokumente innerhalb von weniger als 72 Stunden bearbeiten kann.
Setzt sich das derzeitige Tempo fort, könnte Zypern die Gesamtzahl von 6.200 Rückführungen aus dem Vorjahr bereits Anfang November übertreffen – und damit seine Position als EU-Land mit den pro Kopf aktivsten Rückführungen festigen.
Die Ankünfte gingen nach der Verschärfung der Asylregeln in Nikosia im Jahr 2024 stark zurück, doch die Aufnahmeeinrichtungen sind weiterhin nahezu ausgelastet, weshalb die Regierung Ressourcen von der Bearbeitung hin zur Rückführung verlagert hat. Seit Januar hat der Ausländer- und Migrationsdienst Schnellrückführungsteams ausgebaut, eine spezielle Fallmanagement-Einheit in Menoyia wiedereröffnet und mit Nigeria, Bangladesch sowie der Demokratischen Republik Kongo – den drei größten Herkunftsländern in diesem Jahr – Schnellverfahren für Dokumente ausgehandelt.
Die Rückführungen werden maßgeblich durch EU-Mittel finanziert. Sämtliche Kosten für Charter- und Linienflüge sowie Rückkehrhilfen in Höhe von 1.000 bis 3.000 Euro für freiwillige Rückkehrer werden vom Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der EU übernommen. Behörden betonen, dass diese Strategie humaner und kosteneffizienter sei als langwierige Haft, während NGOs darauf hinweisen, dass Inhaftierte kaum Zeit haben, rechtlichen Beistand in Anspruch zu nehmen.
Der am 12. Juni in Kraft getretene neue EU-Pakt für Migration und Asyl wird diese Finanzierung dauerhaft sichern und einen einheitlichen „EU-Rückführungskoordinator“ schaffen – eine Veränderung, die zypriotische Behörden als Beschleunigung der bislang von 27 Hauptstädten zersplitterten Bürokratie sehen.
Für international tätige Arbeitgeber ist die Botschaft klar: Zypern verschärft die Statuskontrollen. Die Polizei führte in diesem Jahr bereits 2.900 Arbeitsplatzkontrollen durch und erklärt, dass jeder bei einer Razzia angetroffene Überzieher in Haft genommen wird, bis die Rückführung erfolgt. Unternehmen, die Nicht-EU-Mitarbeiter beschäftigen, werden aufgefordert, Aufenthaltsgenehmigungen und Gehaltsunterlagen stets aktuell zu halten, da bei Verstößen seit April Bußgelder von bis zu 10.000 Euro pro Arbeitnehmer drohen.
Personalabteilungen sollten sich zudem auf strengere Grenzkontrollen einstellen: Die Beamten an den Flughäfen Larnaka und Paphos prüfen nun, ob Geschäftsreisende Rückflugtickets, Hotelbuchungen und ausreichende finanzielle Mittel vorweisen können.
Blickt man voraus, plant das stellvertretende Migrationsministerium, das freiwillige Unterstützungsprogramm für syrische Familien bis zum 30. Oktober zu verlängern und im Aufnahmecenter Pournara ein „Rückkehrzentrum“ zu eröffnen, das Reisedokumente innerhalb von weniger als 72 Stunden bearbeiten kann.
Setzt sich das derzeitige Tempo fort, könnte Zypern die Gesamtzahl von 6.200 Rückführungen aus dem Vorjahr bereits Anfang November übertreffen – und damit seine Position als EU-Land mit den pro Kopf aktivsten Rückführungen festigen.
Quelle: Cyprus Mail
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