
Indische Expatriates – die größte ausländische Gemeinschaft in den VAE – müssen einen weiteren Tag ohne routinemäßige konsularische Termine auskommen, da die Botschaft in Abu Dhabi und das Generalkonsulat in Dubai ihre fünftägige Dienstunterbrechung bis zum 1. Juli 2026 verlängert haben. Seit dem 26. Juni sind routinemäßige Passverlängerungen, Visumbestätigungen, Anträge auf Overseas Citizen of India (OCI)-Karten sowie Dokumentenbeglaubigungen ausgesetzt, während die Vertretungen ihre Outsourcing-Verträge auf den neuen Anbieter Alhind Tours & Travels umstellen. Laut dem Bulletin vom Montagabend (29. Juni) werden nur dringende Notfälle – wie medizinische Evakuierungen oder Todesfälle – bearbeitet, wobei Antragsteller die Vertretungen über eine 24-Stunden-Hotline oder WhatsApp kontaktieren müssen. Alle vorab vereinbarten Termine zwischen dem 26. Juni und dem 1. Juli wurden storniert und müssen neu gebucht werden, sobald das neue indische Konsularantragsportal (ICAC) online geht. Für Arbeitgeber in den VAE, die auf einen stetigen Zustrom indischer Fachkräfte angewiesen sind, bedeutet die Pause, dass sich die Einstellungsprozesse um mehrere Tage verzögern können. Personalabteilungen sollten mit möglichen Verzögerungen bei der Ausstellung der Emirates ID und der Visastempelung rechnen und gegebenenfalls die kostenpflichtigen „Dringlichkeits“-Kanäle der VAE nutzen, um Engpässe zu umgehen, sofern dies rechtlich zulässig ist. Alhind hat eine optimierte, zentrale Abwicklung sowie eine pauschale Servicegebühr von 19 AED pro Antrag versprochen, sobald der Betrieb wieder aufgenommen wird. Mobility-Manager sollten am 2. Juli nach neuen Terminen Ausschau halten und die Mitarbeiterkommunikation mit den Kontaktdaten und Dokumentvorlagen des neuen Anbieters aktualisieren.
Quelle: Gulf News