
Auf dem Exportforum „Großer Markt für alle“ vor dem Treffen der Gemeinsamen Wirtschafts- und Handelskommission Großbritannien-China (JETCO) lobte Wirtschaftsminister Peter Kyle die Einführung der gegenseitigen visumfreien Einreise für Geschäftsleute – eine der Errungenschaften des Premierministers bei seinem Besuch in Peking im Januar. In seiner Rede am 1. Juli 2026 erklärte Kyle, dass diese Regelung bereits „die Reise- und Geschäftstätigkeiten von Fachkräften in China erleichtert“ und Exportverträge im Wert von 2,2 Milliarden Pfund sowie weitere Marktzugangsgewinne von 2,3 Milliarden Pfund ermöglicht habe. Details des Programms stehen noch aus, doch Beamte bestätigten gegenüber Global Mobility News, dass qualifizierte britische und chinesische Staatsbürger, die im Handelsbereich tätig sind, pro Reise eine visumfreie Einreise von 15 Tagen erhalten, die einmalig im Land verlängert werden kann. Die Vereinbarung ergänzt laufende Verhandlungen über ein Kapitel zum Dienstleistungshandel sowie eine Plattform zur Vermittlung von Fachkräften, die den Export britischer Rechts-, Buchhaltungs- und Bildungsdienstleistungen fördern soll. Für Mobility-Manager bedeutet dies vor allem kürzere Vorlaufzeiten bei kurzfristigen Reisen zwischen beiden Märkten. Unternehmen sollten ihre Reisegenehmigungsprozesse anpassen und darauf achten, dass Reisepässe weiterhin mindestens sechs Monate gültig sind und zwei freie Seiten aufweisen. Zudem gelten für längere Einsätze weiterhin separate Arbeitserlaubnis-Regelungen. Beobachter sehen in diesem Schritt ein erstes Zeichen für eine vorsichtige Entspannung der britisch-chinesischen Beziehungen nach Jahren strategischer Spannungen. Gleichzeitig stärkt er Londons Wettbewerbsposition gegenüber EU-Konkurrenten, die derzeit keinen gegenseitigen visumfreien Geschäftsverkehr mit China genießen. Sicherheitsexperten warnen jedoch, dass das Privileg bei einer Verschlechterung der bilateralen Beziehungen ausgesetzt werden könnte; Unternehmen wird geraten, die Reisehinweise des Außenministeriums (FCDO) genau zu verfolgen.