
Ein dichter Nebelvorhang bedeckte am 3. Juli 2026 in den frühen Morgenstunden die Guanabara-Bucht in Rio de Janeiro und zwang zur vorübergehenden Schließung der beiden Flughäfen Galeão (GIG) und Santos Dumont (SDU) im Stadtzentrum für bis zu 90 Minuten. Der Flughafenbetreiber RIOgaleão bestätigte, dass acht ankommende Flüge auf alternative Flughäfen wie São Paulo-Campinas und Belo Horizonte umgeleitet wurden, während sechs Abflüge komplett gestrichen wurden. Santos Dumont stellte den Betrieb zwischen 08:48 und 09:53 Uhr ein, was zusätzliche Auswirkungen auf die verkehrsreichste Geschäftsreisestrecke Brasiliens hatte. Obwohl wetterbedingte Störungen an Rioer Wintermorgen häufig sind, ist die gleichzeitige Schließung der beiden wichtigsten Flughafentore der Stadt selten und verdeutlicht die Anfälligkeit straffer Geschäftsreisepläne. Die Fluggesellschaften setzten die ANAC-Resolution 400 um und boten Umbuchungen oder Rückerstattungen an, doch die letzten Kilometer der Bodenverbindungen waren angespannt, da Passagiere 400 km entfernt landeten. Reisebüros meldeten einen Anstieg der Mietwagenanfragen am selben Tag in São Paulo um 240 %. Firmenplaner, deren Mitarbeiter nächste Woche am G20-Handelsminister-Vorsummit in Rio teilnehmen, werden geraten, bei Ankünften vor 09:30 Uhr großzügige Zeitpuffer einzuplanen und die METAR-Wetterberichte der Flughäfen im Auge zu behalten. RIOgaleão kündigte an, die Inbetriebnahme eines zweiten Instrumentenlandesystems der Kategorie III zu beschleunigen, das nun für April 2027 erwartet wird und zukünftige Schließungen reduzieren soll. Versicherer erinnerten derweil daran, dass wetterbedingte Verspätungen in den meisten Geschäftsreiseunterbrechungsversicherungen weiterhin ausgeschlossen sind, sofern keine Zusatzoptionen abgeschlossen wurden.
Quelle: CNN Brasil