
Da das temporäre visumfreie Programm für indische Touristen in Thailand am 30. Mai ausgelaufen ist, hat die Indische Botschaft in Bangkok eine 11-Punkte-Richtlinie veröffentlicht, die Reisende auf strengere Einreisekontrollen hinweist. Die wichtigsten Punkte: Jeder Erwachsene muss bei der Einreise mit Visa on Arrival mindestens 20.000 THB (ca. ₹57.400) in bar mitführen; ein bestätigtes Rückflugticket und eine Hotelreservierung sind Pflicht; zudem muss die Thailand Digital Arrival Card (TDAC) innerhalb von 72 Stunden vor Ankunft online ausgefüllt werden, um einen QR-Code für die Einwanderungsbehörde zu erhalten. Die am 2. Juli getwitterte und am 3. Juli von indischen Medien verbreitete Richtlinie warnt außerdem Arbeitssuchende davor, den Touristenstatus zu missbrauchen, und fordert Transitpassagiere auf, Visa für ihre Weiterreise mitzuführen. Die thailändischen Einwanderungsbehörden haben die Stichprobenkontrollen an den Flughäfen Suvarnabhumi und Phuket verschärft, nachdem im Juni mehrere Fälle unvollständig dokumentierter indischer Passagiere zu langen Warteschlangen führten. Für indische Unternehmen stellt die Bargeldregel die größte operative Herausforderung dar: Mitarbeiter, die kurzfristig zu Meetings oder MICE-Veranstaltungen reisen, müssen angewiesen werden, vor dem Abflug thailändische Baht abzuheben, um eine Nachkontrolle oder gar eine Einreiseverweigerung zu vermeiden. Reiseleiter sollten ihre Duty-of-Care-Checklisten aktualisieren und Screenshots der TDAC-Bestätigung sowie Nachweise über die finanziellen Mittel einfordern. Reiseveranstalter erwarten eine leichte Nachfragerückgang, da die visumfreie Einreise entfällt und der Nachweis der Lebenshaltungskosten nun verpflichtend ist, dennoch bleibt Thailand einer der wenigen Kurzstreckenmärkte mit täglicher Großraumflug-Kapazität ab Delhi, Mumbai und Bengaluru. Langfristig rechnen Branchenvertreter mit einer Rückkehr zur E-Visum-Erleichterung statt vollständiger Visumsbefreiungen.
Quelle: NDTV Travel