
Das russische Verkehrsministerium gab am 7. Juli bekannt, dass der modernisierte Grenzkontrollpunkt Kani-Kurgan – gegenüber von Heihe in Heilongjiang – offiziell mit 16 Fahrspuren wiedereröffnet wurde. Dadurch steigt die theoretische Kapazität auf 3.000 Fahrzeuge und 20.000 Passagiere pro Tag. Die Anlage integriert eine gemeinsame Zollkontrolle, Röntgenscans für Fracht und eine E-Visum-Überprüfung, die mit dem chinesischen Grenzsystem kompatibel ist. Russische Behörden erklärten, dass die Aufrüstung die Gesamtdurchsatzkapazität an der Landgrenze zwischen China und Russland um 22 Prozent erhöht und den Druck vom überlasteten Brückenzollpunkt Blagoweschtschensk–Heihe, der im letzten Jahr eröffnet wurde, verringert. Für Unternehmen bedeuten die zusätzlichen Spuren, dass Exporteure von gekühltem Rindfleisch und Holz eine Abfertigung am selben Tag statt einer nächtlichen Wartezeit erhalten, was Verderb reduziert und Überstunden der Fahrer minimiert. Reiseveranstalter in Harbin und Heihe bewerben bereits Wochenendtrips in die Jüdische Autonome Oblast Russlands, da China die visafreie Einreise für Russen auf 30 Tage bis 2027 verlängert hat und Russland im Gegenzug E-Visa für chinesische Staatsbürger anbietet. Der Kontrollpunkt liegt an einem modernisierten Abschnitt des Asian Highway 33-Korridors, der den Weitertransport per Lkw nach Wladiwostok in weniger als 24 Stunden ermöglicht – eine Option, die für Spediteure angesichts schwankender Container-Spotpreise attraktiv sein könnte. Grenzgänger sollten jedoch beachten, dass der Fußgängerverkehr bis zur Installation biometrischer Gesichtserkennungsgatter auf russischer Seite im Spätsommer weiterhin ausgesetzt bleibt.
Quelle: AK&M Newswire (Russia)
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