
Polnische Behörden haben einen 44-jährigen ukrainischen Staatsbürger, der als Gefahr für die öffentliche Ordnung eingestuft wurde, ausgewiesen und ihm bis 2033 die Wiedereinreise in den gesamten Schengen-Raum untersagt. Die Entscheidung, die am 7. Juli von der Grenzpolizei bekannt gegeben wurde, erfolgte nach Zusammenarbeit zwischen der örtlichen Polizei in Nowy Sącz und der Grenzschutzstelle Zakopane. Der Mann, der über eine gültige Aufenthaltserlaubnis verfügte, hatte mehrere Verurteilungen wegen Trunkenheit am Steuer und Ordnungswidrigkeiten. Polizeiberichte zeigen, dass er einen Verkehrsunfall mit einem Blutalkoholwert von über 3 ‰ verursacht hatte und wiederholt wegen Störungen der öffentlichen Ordnung bestraft wurde. Nach den im Jahr 2023 in Polen geänderten Ausländergesetzen gilt ein solches Verhalten als Grund für eine verpflichtende Rückführung, wenn die Person „eine reale, gegenwärtige und ausreichend schwere Bedrohung“ darstellt. Nach einem beschleunigten Verwaltungsverfahren begleitete die Grenzpolizei den Mann zur Straßenübergangsstelle Medyka, wo er den ukrainischen Behörden übergeben wurde. Das siebenjährige Einreiseverbot wurde im Schengener Informationssystem eingetragen, sodass jeder Versuch, in einen anderen EU-Mitgliedstaat einzureisen, einen Alarm auslöst. Für Arbeitgeber ukrainischer Staatsangehöriger – der größten Gruppe ausländischer Arbeitskräfte in Polen – unterstreicht der Fall die Bedeutung einer kontinuierlichen Überwachung der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Unternehmen, die Arbeitserlaubnisse sponsern, wird empfohlen, Klauseln zu Vorstrafen in Arbeitsverträge aufzunehmen und ihre Mitarbeiter darauf hinzuweisen, dass schwere Verkehrsdelikte den legalen Aufenthalt gefährden können. Auf politischer Ebene spiegelt die Abschiebung die härtere Linie Warschaus seit dem „Visa-Gate“-Skandal im vergangenen Jahr wider, der das Innenministerium zu strengeren Prüfungen und schnelleren Abschiebungen von nicht regelkonformen Ausländern veranlasste. Während Wirtschaftsverbände die Säuberung begrüßen, warnen Migrantenrechtsorganisationen davor, dass erweiterte Ermessensspielräume zu unverhältnismäßigen Einreiseverboten bei geringfügigen Verstößen führen könnten.
Quelle: Polish Border Guard
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