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Ein Jahr später: Vorübergehende Kontrollen an den litauischen und deutschen Grenzen gelten als wirksam gegen illegale Grenzübertritte

Juli 8, 2026
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Ein Jahr später: Vorübergehende Kontrollen an den litauischen und deutschen Grenzen gelten als wirksam gegen illegale Grenzübertritte
Genau zwölf Monate nach der Wiedereinführung der Schengen-Kontrollen an den Grenzen Polens zu Litauen und Deutschland haben die Behörden der nordöstlichen Region Podlachien einen ausführlichen Fortschrittsbericht vorgelegt. Vertreter der Grenzpolizei erklärten am 7. Juli im Gespräch mit Polskie Radio Białystok, dass im vergangenen Jahr allein an der litauischen Grenze mehr als 1,7 Millionen Reisende und 930.000 Fahrzeuge kontrolliert wurden. Dabei wurde rund 1.060 Personen die Einreise verweigert. Die Zahlen zeigen, dass die Maßnahme Wirkung zeigt: Versuche illegaler Grenzübertritte verlagern sich zunehmend nach Osten in Richtung Belarus, und Schmuggelnetzwerke werden zerschlagen. Ein dramatisches Beispiel ereignete sich wenige Tage zuvor, als Beamte in Budzisko 54 Migranten in einem rumänisch zugelassenen Lkw entdeckten. Der Fahrer droht nun eine Haftstrafe von bis zu acht Jahren.

Ein Jahr später: Vorübergehende Kontrollen an den litauischen und deutschen Grenzen gelten als wirksam gegen illegale Grenzübertritte


Wirtschaftsverbände hatten zunächst befürchtet, dass die Entscheidung für 2025 den Straßengüterverkehr behindern würde, räumen inzwischen jedoch ein, dass formalisierte Kontrollen mehr Planbarkeit bieten als zufällige Stichprobenkontrollen im EU-Innenraum. Dennoch klagen Transportunternehmen weiterhin über bürokratische Hürden – insbesondere wenn Fahrer ihre Pässe vergessen und teure Umkehrungen notwendig werden. Das Innenministerium testet derzeit eine digitale „Pre-Clear“-App, mit der häufige Berufskraftfahrer ihre Frachtpapiere im Voraus einreichen können; eine Beta-Version soll im September erscheinen.

Für Mobilitätsmanager markiert der Jahrestag einen wichtigen Meilenstein: Mitarbeitende, die per Straße oder Schiene zwischen Vilnius, Kaunas, Berlin und Warschau reisen, sollten weiterhin Reisedokumente mitführen und mehr Zeit für die Durchreise einplanen – besonders an Feiertagswochenenden, wenn die Kontrollen verschärft werden. Da die Maßnahmen nun bis zum 1. Oktober 2026 verlängert sind und voraussichtlich weiter verlängert werden, sollten Unternehmen die Binnengrenze auf absehbare Zeit als halb-permanent betrachten. Die Integration von Ein- und Ausreisedaten in HR-Reisemanagementsysteme wird helfen, die Einhaltung der 90/180-Tage-Schengenregel für nicht-EU-Beschäftigte mit Sitz in Polen sicherzustellen.
Quelle: Polskie Radio Białystok

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