
Reisende, die Reisen in die Tschechische Republik und den übrigen Schengen-Raum planen, müssen in diesem Jahr höchstwahrscheinlich noch nicht das lang erwartete – und mehrfach verschobene – Europäische Reiseinformations- und Genehmigungssystem (ETIAS) beantragen. Am 8. Juli 2026 berichtete Euronews unter Berufung auf hochrangige EU-Beamte und ein internes Briefing, das der Financial Times vorlag, dass die Einführung von ETIAS nun voraussichtlich auf 2027 verschoben wird. Die offizielle Linie der Europäischen Kommission besagt weiterhin, dass das System „im letzten Quartal 2026“ einsatzbereit sein soll, doch Brüssel hat intern eingeräumt, dass die Tests der umfangreichen IT-Infrastruktur parallel zum bereits gestarteten Ein- und Ausreisesystem (EES) komplexer sind als erwartet. Der aktuelle Zeitplan sieht einen Soft-Launch Ende 2026 vor, gefolgt von einer sechsmonatigen „Überwachungsphase“, bevor eine Verpflichtung für Reisende durchgesetzt werden kann – was die verpflichtende Nutzung von ETIAS frühestens ins Jahr 2027 verschiebt.
Für Tschechien bedeutet die Verzögerung, dass Fluggesellschaften, Reiseveranstalter und Grenzkontrollbehörden während der geschäftigen Wintersaison 2026/27 weiterhin visumfreie Drittstaatsangehörige ohne die zusätzliche Vorreisegenehmigung abfertigen können. Der Prager Flughafen Václav Havel – der in diesem Jahr mit einem Rekord von 12 Millionen Passagieren rechnet – bereitet bereits Mitarbeiterschulungen, Passagierinformationskampagnen und IT-Integrationen für ETIAS vor. Die längere Vorlaufzeit bis zur verpflichtenden Einführung verschafft den Betreibern Luft, diese Umstellungen abzuschließen und minimiert das Risiko von Störungen in der Hauptreisezeit, die zu Warteschlangen an automatischen Grenzkontrollstellen oder manuellen Schaltern führen könnten.
Auch die Mobilitätsteams großer Unternehmen werden die Klarstellung begrüßen. Multinationale Unternehmen mit Sitz in Tschechien hatten sich bereits darauf eingestellt, für jeden Kurzzeitbesucher aus visumfreien Ländern wie den USA, Großbritannien oder Südkorea eine ETIAS-Genehmigung für 20 Euro beantragen zu müssen. Die Personalabteilungen haben nun mindestens ein weiteres Jahr Zeit, bevor die neue Bürokratie und die Integration von ETIAS-Prüfungen in die Reisebuchungsprozesse unvermeidbar werden.
Die politische Unsicherheit ist damit jedoch nicht vollständig beseitigt. EU-Innenpolitiker betonen, dass der gesetzliche Rahmen unverändert bleibt und warnen, dass weitere Verzögerungen die Glaubwürdigkeit der Union beeinträchtigen könnten. Insider weisen jedoch darauf hin, dass auch das EES selbst drei Mal verschoben wurde, bevor es im April 2026 in Betrieb ging. Rechtsexperten weisen zudem darauf hin, dass bei den Europawahlen im kommenden Frühjahr mögliche Machtverschiebungen eine vollständige Neubewertung der Politik nicht ausschließen.
Bis dahin können Reisende nach Tschechien weiterhin auf das bestehende Modell mit nur Reisepass vertrauen – sollten aber die offiziellen Kanäle im Auge behalten, um den endgültigen Starttermin nicht zu verpassen.
Für Tschechien bedeutet die Verzögerung, dass Fluggesellschaften, Reiseveranstalter und Grenzkontrollbehörden während der geschäftigen Wintersaison 2026/27 weiterhin visumfreie Drittstaatsangehörige ohne die zusätzliche Vorreisegenehmigung abfertigen können. Der Prager Flughafen Václav Havel – der in diesem Jahr mit einem Rekord von 12 Millionen Passagieren rechnet – bereitet bereits Mitarbeiterschulungen, Passagierinformationskampagnen und IT-Integrationen für ETIAS vor. Die längere Vorlaufzeit bis zur verpflichtenden Einführung verschafft den Betreibern Luft, diese Umstellungen abzuschließen und minimiert das Risiko von Störungen in der Hauptreisezeit, die zu Warteschlangen an automatischen Grenzkontrollstellen oder manuellen Schaltern führen könnten.
Auch die Mobilitätsteams großer Unternehmen werden die Klarstellung begrüßen. Multinationale Unternehmen mit Sitz in Tschechien hatten sich bereits darauf eingestellt, für jeden Kurzzeitbesucher aus visumfreien Ländern wie den USA, Großbritannien oder Südkorea eine ETIAS-Genehmigung für 20 Euro beantragen zu müssen. Die Personalabteilungen haben nun mindestens ein weiteres Jahr Zeit, bevor die neue Bürokratie und die Integration von ETIAS-Prüfungen in die Reisebuchungsprozesse unvermeidbar werden.
Die politische Unsicherheit ist damit jedoch nicht vollständig beseitigt. EU-Innenpolitiker betonen, dass der gesetzliche Rahmen unverändert bleibt und warnen, dass weitere Verzögerungen die Glaubwürdigkeit der Union beeinträchtigen könnten. Insider weisen jedoch darauf hin, dass auch das EES selbst drei Mal verschoben wurde, bevor es im April 2026 in Betrieb ging. Rechtsexperten weisen zudem darauf hin, dass bei den Europawahlen im kommenden Frühjahr mögliche Machtverschiebungen eine vollständige Neubewertung der Politik nicht ausschließen.
Bis dahin können Reisende nach Tschechien weiterhin auf das bestehende Modell mit nur Reisepass vertrauen – sollten aber die offiziellen Kanäle im Auge behalten, um den endgültigen Starttermin nicht zu verpassen.
Quelle: Euronews
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