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EU lehnt Forderungen nach Aussetzung der neuen EES-Biometriekontrollen trotz Sommerstaus ab

Juli 9, 2026
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EU lehnt Forderungen nach Aussetzung der neuen EES-Biometriekontrollen trotz Sommerstaus ab
Die Europäische Kommission hat dringende Appelle von Europas Flughäfen und Fluggesellschaften zurückgewiesen, das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) bis nach dem Sommerreiseansturm auszusetzen, und betont, dass die digitale Grenzkontrollplattform dauerhaft eingeführt wird. Bei einer Pressekonferenz am 8. Juli 2026 erklärten Beamte, dass eine vollständige Abschaltung des EES „größeres Chaos“ verursachen würde, da dies zu einem uneinheitlichen Regelwerk im Schengen-Raum führen würde. Stattdessen wird Brüssel den Mitgliedstaaten begrenzte Flexibilität gewähren – etwa temporäre Ausnahmen von der biometrischen Registrierung an einzelnen Grenzübergängen – bis Anfang September.

Das EES ist seit dem 10. April 2026 voll funktionsfähig und ersetzt das bisherige Stempeln von Pässen durch die Erfassung von Gesichtsbild und Fingerabdrücken für alle Drittstaatsangehörigen. Der Prager Flughafen Václav Havel, der Flughafen Brno–Tuřany sowie die Landgrenzen Tschechiens zu Deutschland, Österreich, Polen und der Slowakei arbeiten bereits mit dem System. Für tschechische Unternehmen, die Mitarbeiter entsenden oder Konferenzen ausrichten, bedeutet dies vor allem längere Wartezeiten an externen EU-Drehkreuzen (insbesondere Paris-CDG und Rom-FCO) sowie eine strengere Kontrolle der 90/180-Tage-Aufenthaltsregel für ihre Gäste aus Nicht-EU-Staaten.

EU lehnt Forderungen nach Aussetzung der neuen EES-Biometriekontrollen trotz Sommerstaus ab


Branchenverbände wie IATA, ACI Europe und Airlines for Europe hatten vor Wartezeiten von bis zu fünf Stunden und verpassten Anschlussflügen gewarnt. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner entgegnete jedoch, dass nur 20 von 1.500 Grenzübergängen „problematisch“ seien. Er forderte Fluggesellschaften und Flughäfen auf, Personal und Terminals aufzustocken, anstatt die Technologie zu kritisieren.

Praktische Empfehlung für tschechische Arbeitgeber: Informieren Sie ankommende Nicht-EU-Reisende, früher anzureisen, Nachweise über frühere Schengen-Einreisen bereitzuhalten und enge Anschlussverbindungen innerhalb des Schengen-Raums bis zum Ende der Eingewöhnungsphase im September zu vermeiden. Auch für tschechische Staatsbürger mit Drittstaatenpässen, die globale Teams von Prag aus leiten, ist vorausschauende Planung wichtig, da Überziehungen mit Bußgeldern von 500 bis 10.000 Euro oder Schengen-Sperren geahndet werden können.

Blick nach vorn: Die Diskussionen in Brüssel zeigen keine Bereitschaft für eine generelle Aussetzung des EES. Tschechische Reiseverantwortliche sollten das EES daher als „neue Normalität“ betrachten und ihre Mobilitätsrichtlinien entsprechend anpassen.
Quelle: The Local

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