
Mit der Ausgabe der Zeugnisse am 10. Juli für 670.000 Schüler in Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Oberösterreich, Kärnten und der Steiermark sind nun alle 1,2 Millionen Schulkinder Österreichs in den Sommerferien. Die Tourismusverbände erwarten den traditionellen Ansturm in Richtung Italien, Kroatien und Griechenland sofort nach Ferienbeginn, während der Flughafen Wien an den ersten Wochenenden mit bis zu 110.000 Passagieren pro Tag rechnet. Der ÖAMTC prognostiziert die stärksten Staus auf den Korridoren A10 Tauern, A11 Karawanken und A13 Brenner in Richtung Adria – ein Muster, das bereits in der Woche zuvor in Bayerns Straßen zu beobachten war. Die ÖBB hat durch Verlängerung der Railjet-Züge 12.000 zusätzliche Sitzplätze geschaffen und führt freitags eine Reservierungspflicht ein, um die Auslastung zu entzerren. Die Fluggesellschaften melden Auslastungen von über 90 % auf Freizeitstrecken; Austrian Airlines empfiehlt Reisenden, wegen längerer Identitätskontrollen im Zusammenhang mit dem Schengen-Stempel für britische Staatsbürger nach dem Brexit drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. Für international mobile Mitarbeiter und Expats bedeutet die Ferienzeit auch längere Bearbeitungszeiten bei Gemeindeämtern und Einwanderungsbehörden: Die Wiener MA 35 für Aufenthaltsangelegenheiten arbeitet bis 2. September mit reduziertem Sommerdienst, wodurch sich Wartezeiten für Termine von drei auf sechs Wochen verdoppeln. Personalverantwortliche sollten daher die Verlängerung der Rot-Weiß-Rot-Karte frühzeitig beantragen oder den „Vollmacht“-Schnellservice nutzen. Hotels in Wien und Salzburg nutzen die Gelegenheit: Viele Firmenverträge erlauben Zuschläge, sobald die Auslastung in der Stadt 85 % übersteigt. Reiseeinkäufer müssen daher mit Zimmerpreiserhöhungen von bis zu 30 % während Konferenzwochen wie dem European Zebrafish Meeting (7.–11. Juli) und der Salzburger Festspielzeit rechnen. Das Innenministerium erinnert Nicht-EU-Bürger daran, dass ein Überschreiten der 90/180-Tage-Schengen-Regel Einreiseverbote nach sich ziehen kann. Da die Grenzpolizei den Ferienverkehr verstärkt kontrolliert, werden stichprobenartige Überprüfungen auf Überziehungen an den Flughäfen Wien, Innsbruck und Salzburg intensiviert.
Quelle: ORF Österreich