
Da der Waldbrandindex auf „sehr hoch“ steht und Temperaturen über 38 °C erwartet werden, hat der Präfekt von Ariège am 10. Juli eine umfassende Verordnung erlassen, die vom 11. bis 15. Juli alle Feuerwerkskörper, Grillfeuer und offenen Flammen verbietet. Der Zugang zu besonders gefährdeten Waldgebieten ist ebenfalls eingeschränkt, und Drohnen sind verboten, um den Luftraum für Löschflugzeuge freizuhalten. Die Maßnahmen fallen mit dem langen Bastille-Wochenende zusammen, an dem normalerweise zehntausende Camper und Wanderer in die Pyrenäenvorberge strömen. Mehrere Bürgermeister haben Dorffeste abgesagt und Veranstaltungen in schattige städtische Räume verlegt. Reisende, die über die A66 und N20 nach Ariège einfahren, werden über variable Verkehrsschilder zu genehmigten Picknickplätzen mit Feuerlöschpunkten umgeleitet. Reiseveranstalter, die Trekkingtouren anbieten, müssen nun täglich ihre Routen bei der Präfektur anmelden und Satelliten-Notfallsender mitführen. Versicherer warnen, dass im Falle der Missachtung offizieller Sperrungen Ausschlüsse im Versicherungsschutz gelten können. Arbeitgeber mit Mitarbeitern auf Wasserkraftprojekten in den Tälern wurden angewiesen, Schichten zu staffeln und Evakuierungsfahrzeuge betankt und einsatzbereit zu halten. Die Präfektur kündigte an, das Verbot am 16. Juli zu überprüfen, eine Verlängerung bei anhaltender Hitzewelle ist jedoch möglich. Firmenreisemanagern wird empfohlen, die Verfügbarkeit von Unterkünften zu prüfen, da einige ländliche Ferienhäuser Buchungen wegen der Brandgefahr stornieren.
Quelle: Préfecture de l’Ariège