
Am 11. Juli empfing Papst Leo XIV. 200 schutzbedürftige Menschen – darunter 13 von der Jesuiten-Flüchtlingshilfe (Centro Astalli) unterstützte Geflüchtete – zu einem gemeinsamen Mittagessen in den päpstlichen Villen von Castel Gandolfo. Die Gäste aus El Salvador, Peru und mehreren afrikanischen Ländern besichtigten das Laudato Si’ Öko-Dorf, bevor sie mit dem Papst eine Mahlzeit aus regionalen Produkten teilten. Die Begegnung knüpft an ähnliche Initiativen aus dem Jahr 2025 an und unterstreicht das Engagement des Vatikans für humane Migrationspolitik, während die neuen EU-Asylregeln in Kraft treten. Francesca Cuomo, Kommunikationsleiterin von Centro Astalli, erklärte, dass viele Teilnehmende in von Ordensgemeinschaften geführten Aufnahmezentren leben, die Sprachkurse, Arbeitsvermittlung und kulturelle Orientierung anbieten. Aus globaler Mobilitätsperspektive zeigt die Veranstaltung die wichtige Rolle religiöser Organisationen bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Einige Teilnehmende haben bereits eine Ausbildung bei italienischen KMU im Rahmen des Integrations- und Inklusionsprogramms 2026 begonnen, das Unternehmen Steueranreize für die Beschäftigung anerkannter Geflüchteter bietet. Der Papst nutzte die Gelegenheit, Unternehmen dazu aufzurufen, „Migranten nicht als Zahlen, sondern als Nachbarn und Kollegen zu sehen“ und private Partnerschaften zu fördern, die Schutzstatus in stabile Beschäftigung umwandeln. Fachleute im Bereich Mobilität finden Kooperationsmöglichkeiten auf der vom Vatikan unterstützten Plattform „Work With Dignity“, die qualifizierte Geflüchtete mit offenen Stellen in ganz Italien zusammenbringt.
Quelle: Vatican News