
Am Sonntag, den 12. Juli, um 08:00 Uhr meldete das Hongkonger Observatorium den schweren tropischen Sturm Bavi, der sich etwa 1.010 km nordnordöstlich der Stadt befand. Obwohl Bavi in der Nacht nahe der Küste der chinesischen Provinz Zhejiang auf Land traf und herabgestuft wurde, behielten die Meteorologen das Signal für starken Monsun bei und warnten davor, dass gelegentliche Böen in Sturmstärke weiterhin den Luft- und Schiffsverkehr beeinträchtigen könnten. Sofort waren regionale Auswirkungen spürbar: Die Behörden auf dem Festland strichen mehr als 650 Flüge an den Flughäfen Shanghai Pudong und Hongqiao, während Taiwan 134 wetterbedingte Verletzungen meldete. Infolgedessen verlängerten die Fluggesellschaften aus Hongkong die Kulanzregelungen für Passagiere, die über Shanghai und Ningbo reisen, und ermöglichten kostenlose Umbuchungen innerhalb von zwei Wochen. Für Unternehmen mit Sitz in Hongkong ist die Mitteilung vom Sonntag eine Erinnerung daran, dass Störungen auch nach dem Verlassen des unmittelbaren Stadtgebiets anhalten können. Reise-Risikoberater empfehlen Firmen, Checklisten für die „Wiederaufnahme des Betriebs“ bereitzuhalten: die Wiedereröffnung der Einwanderungsschalter bestätigen, prüfen, ob der Airport Express mit regulärer Frequenz fährt, und die Dienstzeitbegrenzungen der Crew kontrollieren, die weitere Verzögerungen bei Abflügen verursachen könnten. Das Observatorium erwartet, dass das Signal für starken Wind mindestens bis Montagmorgen bestehen bleibt. Sollten die Windgeschwindigkeiten unter die festgelegten Schwellenwerte fallen, könnten die Behörden das Signal am frühen 13. Juli auf Bereitschaft herabstufen – was den Weg für eine schrittweise Wiederaufnahme des vollen Flugplans und die Aufhebung der vorsorglichen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Hafenbrücken ebnet. Während Bavi die Verwundbarkeit der Mobilitätsinfrastruktur Hongkongs gegenüber entfernten Sturmsystemen verdeutlicht, unterstreicht der Sturm auch den Wert diversifizierter Routenoptionen für Geschäftsreisende – insbesondere für Verbindungen über Shanghai, Taiwan oder Japan, wo sich Verzögerungen kaskadenartig auf die Reisepläne von Unternehmen auswirken können.