
Das Amt des Kommissars für Flüchtlinge und Staatenlose (CGRS) veröffentlichte am 15. Juli die Asylzahlen für Juni 2026. Belgien verzeichnete im Monat 3.740 Erstanträge, ein Anstieg von 12 % gegenüber Juni 2025. Die Hauptherkunftsländer waren Afghanistan (612), Palästina (408) und Syrien (397). Das CGRS berichtete von einem Anstieg sekundärer Bewegungen aus Deutschland und Österreich, was die sich verändernden Kapazitätsbelastungen in der EU widerspiegelt. Die Behörde hat Interviewbeauftragte umverteilt, um die durchschnittliche Bearbeitungszeit von zehn Monaten zu halten – vor der ab 2027 verbindlichen EU-Pakt-Obergrenze von sechs Monaten. Für Arbeitgeber sind die Zahlen ein Hinweis darauf, dass Anträge auf Arbeitserlaubnisse von Asylsuchenden mit laufenden Verfahren – in Belgien nach vier Monaten erlaubt – voraussichtlich zunehmen werden, was einen zusätzlichen Arbeitskräftepool für Logistik und Landwirtschaft bietet. Fedasil hat sein Toolkit zur Beschäftigungsunterstützung aktualisiert und wird Unternehmen am 22. Juli in einem Webinar über die Einhaltung der Vorschriften informieren. Das CGRS wies zudem auf Datenschutzbedenken nach einem Urteil des Verfassungsgerichts zu Video-Interviews hin; aktualisierte Richtlinien zu Fernanhörungen werden für diesen Sommer erwartet.
Quelle: CGRS Belgium
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