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Belgien halbiert Aufnahmekapazität für Asylbewerber in Brüssel und streicht 1.000 Betten

Juli 17, 2026
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Belgien halbiert Aufnahmekapazität für Asylbewerber in Brüssel und streicht 1.000 Betten
Belgiens Bundesministerin für Asyl und Migration, Anneleen Van Bossuyt, bestätigte am 16. Juli, dass sie 1.000 der 2.000 im Rahmen des sogenannten „Brussels Deal“ finanzierten Aufnahmeplätze streichen wird. Dieser Deal ist eine jährliche Vereinbarung über 47 Millionen Euro, die 2022 geschlossen wurde, um den Druck auf das nationale Fedasil-Netzwerk zu verringern. Die Entscheidung folgt nur wenige Wochen nach dem bereits erfolgten Abbau von 300 Plätzen, wodurch die Kapazität für alleinstehende männliche Antragsteller, die auf eine Erstentscheidung warten, effektiv halbiert wird. Van Bossuyt argumentiert, dass die Wartelisten auf etwa 1.000 Personen geschrumpft seien – viele davon wohnen inzwischen bei Freunden oder Verwandten – und dass „Steuergelder nicht für allgemeine Obdachlosenunterkünfte verwendet werden sollten.“ Die Minister der Region Brüssel-Hauptstadt werfen der Bundesregierung vor, das Problem auf die städtischen Sozialdienste abzuwälzen, und warnen vor einer drohenden „sozialen Krise“, da Migranten auf die Straße gedrängt werden. Für globale Mobilitätsteams, die Mitarbeiter aus humanitären oder familienzusammenführungsbedingten Gründen nach Belgien versetzen, signalisiert dieser Schritt eine härtere Haltung gegenüber der Aufnahmeinfrastruktur und könnte die Zeit verlängern, in der Antragsteller private Unterkünfte finden müssen. NGOs wie BelRefugees prognostizieren eine Explosion von provisorischen Zeltlagern rund um den Brüsseler Nordbahnhof – ein Szenario, das die lokale Polizei und die öffentlichen Gesundheitsressourcen stark belasten würde, gerade in einer Zeit, in der die Stadt Hunderttausende Sommerurlauber empfängt. Die politische Kehrtwende hat auch Auswirkungen auf die Personalabteilungen von Unternehmen, die arbeitsbezogene Asylbewerber im Rahmen der belgischen Talentprogramme unterstützen. Wohnraummangel könnte die Kosten für temporäre Unterkünfte erhöhen und die Einhaltung der Sozialvorschriften, die in den Ein-Permit-Regeln verankert sind, erschweren. Unternehmen sollten ihre Umzugsbudgets überprüfen und eine Zusammenarbeit mit Anbietern von Serviced Apartments in Betracht ziehen, die kurzfristige Betten garantieren können. Politisch ist die Kürzung ein weiteres Zeichen dafür, dass der neue belgische Migrationskodex – der mit dem EU-Pakt für Asyl und Migration in Einklang steht – vor Ort zu Sparmaßnahmen führt. Die Regionalregierungen haben nur begrenzten Einfluss, werden aber voraussichtlich nach der parlamentarischen Sommerpause auf eine Ausgleichsfinanzierung oder administrative Erleichterungen drängen.
Quelle: The Brussels Times

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