
Das US-Staatsanwaltsbüro für den Bezirk Arizona hat bekannt gegeben, dass in der Woche bis zum 12. Juli insgesamt 279 Personen wegen einwanderungsbezogener Straftaten angeklagt wurden – die höchste Wochenzahl in der Geschichte des Bezirks. Zu den Angeklagten zählen mutmaßliche Menschenhändler, Wiederholungstäter bei illegaler Einreise sowie mehrere US-Bürger, die der Urkundenfälschung und des Beherbergens von Migranten beschuldigt werden. Die Aktion, genannt „Operation Copper Corridor“, wurde in Zusammenarbeit mit ICE Enforcement and Removal Operations, der Grenzschutzbehörde Tucson Sector und lokalen Sheriff-Behörden durchgeführt. Die Anklagen reichen von schwerer Wiedereinreise nach Abschiebung bis hin zur Verschwörung zum Transport undokumentierter Migranten. Bei Verurteilung drohen Haftstrafen von bis zu 20 Jahren. Die Operation unterstreicht den erneuten Fokus des Justizministeriums auf strafrechtliche statt zivilrechtliche Einwanderungsdurchsetzung. Rechtsexperten weisen darauf hin, dass Verurteilungen wegen Straftaten nun zu obligatorischen Visa-Ausschlüssen führen, was zukünftige Anträge auf Arbeitsvisa oder familienbasierte Green Cards ohne eine selten gewährte Ausnahme unmöglich macht. Für Arbeitgeber erhöht die Zunahme der Strafverfolgungen das Risiko, dass ausländische Arbeitnehmer, die durch Arizona reisen, als wichtige Zeugen festgehalten werden könnten, was Projektzeitpläne verzögert. Mobility-Manager sollten sicherstellen, dass Mitarbeiter bekannte Schmuggelrouten bei Fahrten zwischen Arbeitsstätten meiden und gültige Ausweise mitführen. Unternehmen, die Zeitarbeitsfirmen an der Grenze einsetzen, wird empfohlen, ihre Form I-9-Dokumente erneut zu prüfen, um Haftungsrisiken zu minimieren, falls Subunternehmer in zukünftige Razzien des Justizministeriums verwickelt werden. Behörden deuteten an, dass ähnliche einwöchige Durchsetzungsaktionen diesen Sommer in anderen Grenzbezirken folgen werden – eine Information, die globale Mobility-Teams in ihre Risikoanalysen für grenzüberschreitende Einsätze einfließen lassen sollten.
Quelle: U.S. Department of Justice