
Das deutsche Innenministerium hat beschlossen, die stationären Kontrollen an allen Schengen-Binnengrenzen – einschließlich der Grenze zu Tschechien – bis zum 15. September 2026 zu verlängern. Ein am 18. Juli veröffentlichtes Bundestagsdokument bestätigt, dass die Maßnahme, die erstmals im Oktober 2023 wieder eingeführt und mehrfach verlängert wurde, um einen weiteren sechsmonatigen Zeitraum bestehen bleibt. Berlin begründet die Entscheidung mit der Rekordzahl an irregulärer Migration entlang der Balkanroute, der anhaltenden Belastung des Asylaufnahme-Systems und den Aktivitäten von Schmuggelnetzwerken.
Für Tschechien bedeutet die Verlängerung weitere zwei Monate stichprobenartiger Kontrollen an den stark frequentierten Korridoren D5/A6 (Rozvadov-Waidhaus) und D8/A17 (Krásný Les-Bad Schandau), die den Großteil des bilateralen Handels und Tausende Pendler täglich abwickeln. Fernfahrer berichten bereits von durchschnittlichen Verzögerungen von 30 bis 45 Minuten während der morgendlichen Stoßzeiten, während Busunternehmen angewiesen wurden, vollständige Passagierlisten mitzuführen.
Unternehmens-Mobilitätsmanager sollten entsandte Mitarbeiter und Geschäftsreisende darauf hinweisen, stets Reisepässe (oder für EU-Bürger Personalausweise) griffbereit zu haben, zusätzliche Zeit für kontrollähnliche Inspektionen einzuplanen und mögliche Verzögerungskosten bei zeitkritischen Straßentransporten zu berücksichtigen. Drittstaatsangehörige, die auf dem Weg zu Einsätzen in Tschechien durch Deutschland reisen, können weiterhin auf ihr Schengen-Visum oder ihre Aufenthaltserlaubnis vertrauen, müssen jedoch am Kontrollpunkt den Reisegrund plausibel darlegen können.
Die Bundestagsdebatte offenbarte zudem politischen Druck: Ein am selben Tag eingebrachter Antrag der Grünen bezeichnete die Kontrollen als „rechtlich fragwürdig“ im Rahmen der Schengen-Regeln und forderte die Bundesregierung auf, sich stattdessen auf eine schnellere Asylbearbeitung zu konzentrieren, statt auf Grenzkontrollen. Obwohl dieser Antrag abgelehnt wurde, einigten sich die Abgeordneten darauf, die Notwendigkeit der Kontrollen alle zwei Monate zu überprüfen, was eine frühere Aufhebung bei sinkenden Migrationszahlen offenlässt.
Für Tschechien bedeutet die Verlängerung weitere zwei Monate stichprobenartiger Kontrollen an den stark frequentierten Korridoren D5/A6 (Rozvadov-Waidhaus) und D8/A17 (Krásný Les-Bad Schandau), die den Großteil des bilateralen Handels und Tausende Pendler täglich abwickeln. Fernfahrer berichten bereits von durchschnittlichen Verzögerungen von 30 bis 45 Minuten während der morgendlichen Stoßzeiten, während Busunternehmen angewiesen wurden, vollständige Passagierlisten mitzuführen.
Unternehmens-Mobilitätsmanager sollten entsandte Mitarbeiter und Geschäftsreisende darauf hinweisen, stets Reisepässe (oder für EU-Bürger Personalausweise) griffbereit zu haben, zusätzliche Zeit für kontrollähnliche Inspektionen einzuplanen und mögliche Verzögerungskosten bei zeitkritischen Straßentransporten zu berücksichtigen. Drittstaatsangehörige, die auf dem Weg zu Einsätzen in Tschechien durch Deutschland reisen, können weiterhin auf ihr Schengen-Visum oder ihre Aufenthaltserlaubnis vertrauen, müssen jedoch am Kontrollpunkt den Reisegrund plausibel darlegen können.
Die Bundestagsdebatte offenbarte zudem politischen Druck: Ein am selben Tag eingebrachter Antrag der Grünen bezeichnete die Kontrollen als „rechtlich fragwürdig“ im Rahmen der Schengen-Regeln und forderte die Bundesregierung auf, sich stattdessen auf eine schnellere Asylbearbeitung zu konzentrieren, statt auf Grenzkontrollen. Obwohl dieser Antrag abgelehnt wurde, einigten sich die Abgeordneten darauf, die Notwendigkeit der Kontrollen alle zwei Monate zu überprüfen, was eine frühere Aufhebung bei sinkenden Migrationszahlen offenlässt.
Quelle: Deutscher Bundestag
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