
Das Generalkonsulat von Indien in San Francisco veröffentlichte am 18. Juli eine „Wichtige Warnung“ mit einer Liste von mehr als einem Dutzend Websites, die sich fälschlicherweise als offizielles e-Visa-Portal der indischen Regierung ausgeben. Betrügerische Domains wie „e-touristvisaindia.com“ und „indiavisa.org.in“ imitieren das Design der legitimen Seite indianvisaonline.gov.in, sammeln Passdaten und Kreditkartendetails und verlangen Gebühren von bis zu 200 USD – fast das Vierfache des offiziellen Tarifs. Konsularbeamte berichten von einem Anstieg der Beschwerden um 40 Prozent im letzten Quartal, wobei viele Betroffene den Betrug erst entdecken, wenn Fluggesellschaften ihnen das Boarding verweigern, weil ihr „Visum“ ungültig ist. Die Warnung empfiehlt, keine Zwischenhändler zu nutzen, ausschließlich die offizielle Regierungs-URL zu verwenden und weist darauf hin, dass das Konsulat keine Rolle bei der Bearbeitung von e-Visa-Anträgen spielt. Für globale Mobilitätsteams besteht das Risiko doppelt: Datenverlust (Passscans, Geburtsdaten, Adressen) und kurzfristige Reiseprobleme, die wichtige Geschäftstermine gefährden können. Einige Unternehmen im Silicon Valley leiten ihre Mitarbeiter inzwischen über eine fest programmierte Reise-Desk-Verlinkung direkt zum offiziellen Portal und erstatten die Gebühren direkt, um Compliance sicherzustellen. Die Warnung verdeutlicht einen größeren Trend: Mit der Digitalisierung der Einreiseprozesse in Indien nutzen Betrüger Suchmaschinenanzeigen und Typosquatting, um unerfahrene Reisende zu täuschen. Schulungen für Entsandte und Reisekoordinatoren sollten die korrekte URL, die Gebührenstruktur (25–80 USD je nach Visumtyp) und die Tatsache hervorheben, dass alle offiziellen Zahlungen über das von der RBI autorisierte SBIePay-Gateway abgewickelt werden. Unterlassungen können zu verweigertem Boarding und Reputationsschäden führen, wenn Führungskräfte gestrandet sind.