
Erneute iranische Drohnen- und Raketenangriffe im Golf führten am 20. Juli 2026 dazu, dass Fluggesellschaften aus den VAE 16 Flüge nach Bahrain und Kuwait streichen oder stark verzögern mussten. Etihad strich zum zweiten Mal in Folge den Flug EY653/654 (Abu Dhabi–Kuwait), während Emirates vier Kuwait-Flüge (EK853/855/857/859) und drei Bahrain-Verbindungen (EK835/837/839) aus dem Programm nahm. Auch Flydubai und Air Arabia sagten mehrere Abflüge von Dubai, Sharjah und Abu Dhabi ab. Die Luftraumsperrungen in Bahrain und die fortlaufenden Drohnenabwehrmaßnahmen in Kuwait führten zu dieser Umstellung im Flugplan. Die zivile Luftfahrtbehörde Bahrains bestätigte, dass Warnsirenen ausgelöst wurden, nachdem Navigationsanlagen angegriffen wurden, während kuwaitische Luftabwehreinheiten mehrere Drohnen abschossen. Obwohl die Flughäfen in Dubai und Abu Dhabi voll funktionsfähig blieben, zwangen Auswirkungen wie begrenzte Einsatzzeiten der Crews und Flugzeugrotationen die Airlines, ihre Frequenzen zu reduzieren. Für Firmenreisende verdeutlicht die Störung die Anfälligkeit der Kurzstreckennetze im Golf bei geopolitischen Spannungen. Unternehmen mit regionalen Pendlern sollten Pufferzeiten in Reisepläne einbauen, flexible Tickets buchen und aktuelle Reisenden-Tracking-Daten pflegen, um den neuen ISO 31030-Richtlinien zum Reisemanagement gerecht zu werden. Versicherer melden einen Anstieg von Schadensfällen wegen verpasster Anschlussflüge und zusätzlicher Übernachtungen. Mobilitätsverantwortliche sollten ihre Policen überprüfen: Viele „Verspätungsklauseln“ greifen erst ab sechs Stunden, und Kriegsausschlüsse können bei offiziell mit Konflikten verbundenen Luftraumsperrungen gelten. Operativ bergen die Stornierungen zudem Risiken für die Personalabteilungen: Kuwaiter Besuchervisa verfallen bei Ausreise, Überziehungen kosten 10 KD pro Tag. Arbeitgeber müssen die neuen Ausreisedaten für Mitarbeiter mit kurzfristigen, GCC-weit gültigen Mehrfacheinreisegenehmigungen genau prüfen.
Quelle: Khaleej Times
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