
Fluggesellschaften aus den VAE haben am 20. Juli nach einer Nacht voller Flugausfälle den begrenzten Flugbetrieb nach Kuwait und Bahrain wieder aufgenommen, obwohl das US-Außenministerium eine weltweite Reisewarnung wegen „gestiegener Spannungen im Nahen Osten“ herausgegeben hat. Emirates, Etihad und Air Arabia gaben an, die Flüge schrittweise wiederherzustellen, rieten den Passagieren jedoch, vor Abreise die Flugpläne zu überprüfen. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) empfiehlt weiterhin, den Luftraum über Bahrain, Kuwait, Katar und den VAE nach Möglichkeit zu meiden, während Versicherer die Lage stündlich beobachten. Branchenexperten betonen, dass die flexible Flottenumstellung der Golf-Airlines und die Nähe von Ausweichflughäfen wie Muscat und Dammam eine schnellere Erholung im Vergleich zur Rotmeer-Krise 2024 ermöglichen. Dennoch führen häufige Änderungen zu erhöhtem Druck bei der Einsatzplanung der Crews und treiben kurzfristige Hotelkosten an den Drehkreuzen in die Höhe. Für globale Mobilitätsteams unterstreicht der Vorfall die Bedeutung einer mehrstufigen Krisenkommunikation: Reisende sollten sich für Benachrichtigungen bei Flugstörungen, STEP-Programme der Botschaften und unternehmensinterne Notfall-Apps anmelden. Manager sollten zudem Evakuierungspläne für „sichere Häfen“ überprüfen, die bei plötzlichen NOTAM-Beschränkungen in Dubai oder Abu Dhabi alternative GCC-Flughäfen als Ausweichrouten vorsehen. Die Behörden in Kuwait und Bahrain haben ihre öffentlichen Warnsysteme aufgerüstet, testen Zivilschutzsirenen und raten Bewohnern – einschließlich Expats – bei Alarm Schutz zu suchen. Reisende aus den VAE, die durch diese Länder reisen, werden aufgefordert, sich mit den örtlichen Notfallverfahren vertraut zu machen und einen Ausdruck ihres Reisepasses mitzuführen, falls es zu plötzlichen Telekom-Ausfällen kommt.
Quelle: The National