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Vier Boote bringen in einer Nacht 71 irreguläre Migranten auf die Balearischen Inseln

Juli 21, 2026
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Vier Boote bringen in einer Nacht 71 irreguläre Migranten auf die Balearischen Inseln
Der spanische Seenotdienst Salvamento Marítimo und die Guardia Civil haben in den frühen Morgenstunden des 20. Juli vier kleine Boote (Pateras) vor Ibiza und Formentera abgefangen. Das erste Boot wurde um 02:25 Uhr in Cala Es Cuco (Ibiza) mit 14 Männern aus dem Maghreb an Bord entdeckt. Zwei weitere Gruppen – 17 Personen nahe Pilar de la Mola (Formentera) um 08:00 Uhr und 24 Personen zehn Seemeilen südlich von Formentera um 13:45 Uhr – wurden später am Vormittag gerettet. Ein viertes Boot mit 16 Migranten wurde kurz nach 15:30 Uhr in der Nähe von Cala Pi (Mallorca) gesichtet. Alle Ankömmlinge wurden in den Hafen von Port de la Sabina und Palma gebracht, wo das Rote Kreuz erste Gesundheitschecks durchführte, bevor die Nationalpolizei Verfahren wegen Unzulässigkeit einleitete.

Vier Boote bringen in einer Nacht 71 irreguläre Migranten auf die Balearischen Inseln


Seit Juni verzeichnet der Archipel einen starken Anstieg der maritimen Ankünfte: Laut Innenministerium sind in diesem Jahr bereits 3.656 Menschen auf den Inseln angekommen. Lokale Behörden machen das günstige Sommerwetter, geringere Überwachung der algerischen Routen und den Dominoeffekt verschärfter Kontrollen auf den Kanarischen Inseln für die Verlagerung der Schleuser ins westliche Mittelmeer verantwortlich. Die balearischen Behörden berichten, dass die Aufnahmeeinrichtungen „am Limit“ arbeiten, und fordern von Madrid eine beschleunigte Weiterverlegung der Migranten auf das Festland.

Wirtschaftsverbände, besorgt um den Ruf des Tourismus, drängen auf eine schnelle, humanitäre und zugleich geordnete Reaktion. Für Mobilitätsmanager ist der Vorfall eine weitere Erinnerung daran, dass Ad-hoc-Grenzkontrollen ohne Vorankündigung wieder eingeführt werden können, wenn Sicherheitskräfte für Such- und Rettungseinsätze abgezogen werden. Unternehmen, die diese Woche Mitarbeiter über die Flughäfen Palma oder Ibiza transportieren, sollten mehr Zeit für mögliche Identitätsprüfungen einplanen und beachten, dass Fährverbindungen nach Valencia und Barcelona stichprobenartig kontrolliert werden könnten, während die Besatzungen auf See umverteilt werden.
Quelle: elDiario.es

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