
Der Madrider Regionalverkehrsverbund (CRTM) hat für Montag, den 20. Juli, einen außergewöhnlichen Mobilitätsbericht herausgegeben, da die spanische Fußballnationalmannschaft die Weltmeisterschaftstrophäe durch die Hauptstadt präsentieren wird. Zwischen 18:00 und 23:00 Uhr wird der Verkehr auf dem Paseo del Prado, Paseo de Recoletos, der Gran Vía, der Calle Alcalá und der gesamten Cibeles-Achse gesperrt. Mehr als dreißig Tag- und Nachtbuslinien der EMT – darunter auch der Exprés Aeropuerto – werden umgeleitet oder teilweise eingestellt; mehrere U-Bahn-Stationen (Banco de España, Sevilla und Gran Vía) werden nur als Ausgänge geöffnet, um die Menschenmengen zu kontrollieren. Die Stadtverwaltung rechnet mit bis zu 500.000 Fans, ähnlich wie bei den Feierlichkeiten 2010. Die Polizei wird Absperrungen im Stil von Flughäfen und Drohnen zur Überwachung des Verkehrs einsetzen, während die Bahnhöfe Atocha und Chamartín temporäre Einbahnregelungen einführen. Für Firmenreisende ist die Aktion besonders relevant, da der 20. Juli am Beginn der sommerlichen Expatriate-Hochsaison liegt. Abendflüge vom Flughafen Barajas könnten beeinträchtigt werden, wenn Mitarbeiter die Auswirkungen unterschätzen: 2010 verdoppelte sich die durchschnittliche Transferzeit vom Stadtzentrum zum Terminal 4 auf 75 Minuten. Der CRTM empfiehlt Reisenden, die Cercanías-S-Bahn bis Nuevos Ministerios zu nutzen und dort auf die Linie 8 umzusteigen, um die Straßensperrungen zu umgehen. Multinationale Arbeitgeber mit Pendlern in den Geschäftsvierteln Castellana und Prado wurden aufgefordert, Homeoffice-Regelungen zu aktivieren oder die Arbeitszeiten zu staffeln. Die Parade zeigt, wie Großveranstaltungen in Spanien nahezu vollständige Sperrungen zentraler Verkehrsachsen auslösen können – ein Faktor, den Mobilitätsmanager unbedingt in ihre Risikoanalysen aufnehmen sollten, insbesondere da die neuen EU-Ein- und Ausreiseregistrierungen (EES) strikte Abflugzeiten vorschreiben.