
Global News berichtete am 22. Juli über neue Zahlen von Statistics Canada, die zeigen, dass die Ausgaben kanadischer Staatsbürger in den USA im Jahr 2025 um 21,5 % – beziehungsweise 3,3 Milliarden CAD – zurückgegangen sind, was den stärksten Rückgang im Jahresvergleich seit Beginn der Aufzeichnungen darstellt. Die Daten liegen vor den Trends Anfang 2026, die darauf hindeuten, dass der Einbruch angesichts anhaltender Handelskonflikte und neuer US-Zollandrohungen weitergeht. Kanadier verlagerten ihre Freizeitreisen vermehrt auf Ziele außerhalb Nordamerikas, die um 12,2 % zunahmen, während Inlandsreisen nur leicht anstiegen. Fluggesellschaften reagierten darauf mit der Streichung mehrerer grenzüberschreitender Verbindungen und einer Kapazitätserhöhung zu Zielen in Europa, Mexiko und der Karibik. Für Firmenmobilitätsteams bedeutet dieser Wandel weniger Tagesausflüge über die Grenze und eine wachsende Präferenz für virtuelle Meetings oder zusammengefasste Mehr-Städte-Reiserouten, um die Kosten für Reisen in die USA zu rechtfertigen. Unternehmen mit bedeutenden US-Kunden sollten mit längeren Planungszyklen rechnen, da Mitarbeiter mehrere Besuche zu einer Reise bündeln, um den Nutzen zu maximieren. Im Gegenzug hat der Rückgang Kapazitäten an kanadischen Flughäfen freigemacht und die Überlastung bei anderen internationalen Flügen verringert. Reiseleiter könnten auf Strecken nach Europa von günstigeren Tarifen profitieren, da Fluggesellschaften Flugzeuge umdisponieren. Branchenanalysten warnen, dass bei anhaltendem Trend die Luftverkehrsabkommen zwischen Kanada und den USA sowie die Gebührenstrukturen an Flughäfen überprüft werden könnten, was potenziell Auswirkungen auf Slot-Zuteilungen für stark frequentierte Business-Class-Strecken wie Toronto–New York und Vancouver–San Francisco hätte.
Quelle: Global News