
Angesichts der anhaltenden Debatte über das Sicherheitsgesetz Artikel 23 in Hongkong hat Kanada am 22. Juli um 07:27 ET seine Reisehinweise aktualisiert und Besucher erneut zu „höchster Vorsicht“ aufgerufen, da die Gefahr einer willkürlichen Anwendung lokaler Gesetze besteht. Das Bulletin betont, dass selbst Social-Media-Beiträge, die außerhalb Hongkongs veröffentlicht werden, unter die erweiterten Aufruhrbestimmungen des Gebiets fallen und zu einer Verhaftung führen können. Für multinationale Unternehmen, die Mitarbeiter in regionale Hauptsitze entsenden, ist der wichtigste Punkt die Datensicherheit. Die Hinweise machen deutlich, dass Reisende „keine Erwartung auf Internet-Privatsphäre“ haben sollten und elektronische Geräte ohne Durchsuchungsbefehl kontrolliert werden können. Mobility-Teams sollten daher saubere Laptop-Richtlinien durchsetzen, automatische VPN-Verbindungen deaktivieren und sicherstellen, dass die Zwei-Faktor-Authentifizierung nicht auf SMS basiert, die abgefangen werden könnten. Die Aktualisierung erneuert zudem die Warnung, Proteste nicht zu filmen, und erinnert Ausländer daran, dass die Teilnahme an nicht genehmigten Versammlungen illegal ist. Kanadische Journalisten und Marktanalysten, die die Legislativwahlen im September begleiten wollen, benötigen Presseausweise, die von der Polizeipressestelle geprüft werden – ein Verfahren, das inzwischen bis zu vier Wochen dauern kann. Unternehmen sollten ihre Mitarbeiterhandbücher überprüfen, um klarzustellen, dass das Tragen von Firmenkleidung bei Demonstrationen als Unternehmensunterstützung gewertet werden kann, was das Unternehmen dem chinesischen Anti-Auslands-Sanktionsgesetz aussetzen könnte. Schließlich sollten Reisende die Live-Update-App der MTR im Auge behalten; frühere Blitzproteste haben ohne Vorwarnung die Verbindungen zum Flughafen lahmgelegt und damit Anschlussflüge nach Shenzhen und Shanghai am selben Tag gefährdet.