
Die Gesundheitsbehörde Kanadas hat am 22. Juli mehrere Reisehinweise aktualisiert und strengere Einreisebestimmungen für Personen eingeführt, die kürzlich die Demokratische Republik Kongo (DRK), Uganda, Südsudan oder angrenzende Staaten besucht haben – vor dem Hintergrund eines anhaltenden Ebola-Ausbruchs. Ausländische Staatsangehörige, die sich innerhalb der letzten 21 Tage in diesen Ländern aufgehalten haben, dürfen keine Flüge nach Kanada besteigen. Kanadische Staatsbürger und Daueraufenthaltsberechtigte müssen bei der Ankunft eine verpflichtende 21-tägige Quarantäne sowie eine tägliche Gesundheitsüberwachung durchlaufen. Die aktualisierten Hinweise sind auf den Informationsseiten für die DRK, Uganda, Südsudan und Ruanda zu finden und stehen im Einklang mit den Anweisungen von Transport Canada an Fluggesellschaften, Fit-to-Fly-Checks durchzuführen. Die Maßnahmen gelten mindestens bis zum 29. August 2026 und können bei steigenden Fallzahlen verlängert werden. Geschäftsreisende und Projektteams mit Aktivitäten in Zentralafrika sollten ihre Reisepläne und Homeoffice-Optionen überdenken. Multinationale Unternehmen aus den Bereichen Bergbau, Energie und NGOs raten kanadischen Mitarbeitenden, Risikogebiete noch vor August zu verlassen, um lange Quarantänezeiten und damit verbundene Verzögerungen bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz zu vermeiden. Versicherer überprüfen zudem ihre medizinischen Evakuierungsleistungen und die Fürsorgepflichten der Unternehmen. Obwohl in Kanada bisher keine Ebola-Fälle gemeldet wurden, verfolgt Ottawa eine vorsorgliche Strategie ähnlich der Ausbrüche von 2014 und 2019. Unternehmen werden aufgefordert, stets aktuelle Kontaktlisten zu führen und sicherzustellen, dass Reisende bei der Einreise nach Kanada Nachweise über Ausreisedaten aus den betroffenen Regionen vorlegen können. Verstöße gegen Quarantäneauflagen können nach dem Quarantänegesetz mit Geldstrafen von bis zu 500.000 Dollar geahndet werden.