
Kanadas konsularisches Update für Ruanda um 08:44 ET am 22. Juli behält die Einstufung „normale Sicherheitsvorkehrungen“ für den Großteil des Landes bei, ergänzt jedoch neue Hinweise zu Ebola-bedingten Grenzbeschränkungen mit der Demokratischen Republik Kongo. Ab sofort sind die Grenzübergänge Gisenyi–Goma und Cyangugu–Bukavu nur noch für ruandische Staatsbürger und dokumentierte Einwohner geöffnet, die alle Gesundheitskontrollen und gegebenenfalls Quarantäne unterliegen. Für kanadische NGOs und Bergbauunternehmen, die Goma als Ausgangspunkt für Einsätze in Nord-Kivu nutzen, bedeutet dies komplexe Umwege über den Flughafen Kigali und längere Landtransfers, was sowohl Kosten als auch Risiken erhöht. Charterunternehmen berichten bereits von einem starken Anstieg der Nachfrage nach Hubschrauber-Shuttles ab Kigali in den Bezirk Rubavu – ein Markt, der zuvor von schnellen Taxis über die Grenze bedient wurde. Die Reisewarnung weist zudem darauf hin, dass aktive Artilleriebeschüsse in Rubavu näher an touristische Gebiete am Kivu-See herangerückt sind. Reiseveranstalter, die Gorilla-Trekking-Pakete anbieten, müssen nun Evakuierungsklauseln und Satellitentelefone für Kunden einplanen, die sich in der Nähe des Nationalparks der Vulkane aufhalten. Im Bereich Compliance müssen Organisationen Ruanda als Ebola-Screening-Land in ihren internen Mobilitätssystemen erfassen. Mitarbeiter, die innerhalb von 21 Tagen nach einem Aufenthalt in der DR Kongo durch Ruanda reisen, könnten bei der Wiedereinreise nach Kanada aufgrund der temporären Ebola-Grenzmaßnahmen Ottawas, die bis zum 29. August gelten, Einschränkungen unterliegen. Reisende sollten ausgedruckte Reisepläne mitführen, die belegen, dass kein Übernachtungsaufenthalt in der DR Kongo stattfand, und flexibel bleiben; die Behörden auf beiden Seiten haben bei früheren Ausbrüchen Grenzübergänge mit weniger als einer Stunde Vorwarnung geschlossen.