
Indische Urlauber, die auf Visa bei Ankunft oder visafreie Einreise setzen, müssen ihre Wochenendtrips neu planen: Vier Länder haben in diesem Jahr stillschweigend ihre Grenzregelungen verschärft. Das Reisemagazin Outlook Traveller bestätigte am Morgen des 25. Juli 2026, dass Iran, Bolivien, Kap Verde und Nicaragua entweder die visafreien Einreisebestimmungen oder Visa-on-Arrival für Inhaber indischer Pässe aufgehoben haben. Den Anfang machte Iran im November 2025 mit der Aussetzung seines langjährigen visafreien Programms; Bolivien folgte mit der Einführung eines verpflichtenden E-Visums vor Abreise, während Kap Verde die Ausstellung von Visa am Flughafen zum 1. Januar 2026 einstellte. Nicaragua komplettierte die Reihe im Februar, indem es indische Besucher in das „konsultierte Visum“ (Kategorie C) einordnete – ein Verfahren, das eine vorherige Genehmigung der Einwanderungsbehörden erfordert, bevor Fluggesellschaften das Boarding erlauben. Diese Einschränkungen fallen mit dem Abrutschen des indischen Passes um sechs Plätze auf Rang 81 im Juli-Index des Henley Passport Index zusammen, wodurch der visafreie oder Visa-on-Arrival-Zugang auf 55 Ziele begrenzt ist. Obwohl der Rückgang numerisch moderat wirkt, fallen dadurch mehrere beliebte Zwischenstopps in Westasien, Südamerika und den Atlantikinseln weg, die für Kurzurlaube oder Rucksackreisen genutzt wurden. Für Unternehmen mit kurzfristigen Dienstreisen bedeutet dies längere Vorlaufzeiten für Mitarbeiter, die zu Kundenterminen oder Baustellenbesuchen fliegen. Personalabteilungen werden geraten, mindestens zwei Wochen für E-Visum- oder Konsulatsverfahren einzuplanen und höhere Compliance-Kosten zu budgetieren – besonders im Iran, wo Sicherheitsprüfungsgebühren bis zu 90 US-Dollar pro Antrag betragen können. Reiseverantwortliche warnen zudem davor, sich auf veraltete Blogbeiträge und Foren zu verlassen, die noch nicht existierende Visa-on-Arrival-Schalter erwähnen und so zu verweigertem Boarding führen können. Praktische Tipps sind die Nutzung offizieller Botschaftsportale, das Mitführen ausgedruckter Genehmigungen auch bei digitaler Akzeptanz sowie flexible Flugtickets, falls die Bearbeitung länger dauert als erwartet. Branchenexperten rechnen damit, dass weitere mittelgroße Tourismusländer in den nächsten zwölf Monaten ihre Visapolitik anpassen werden, um Sicherheitsbedenken mit den Besucherzahlen nach der Pandemie in Einklang zu bringen.
Quelle: Outlook Traveller