
Das Generalkonsulat von Indien in São Paulo hat eine dringende Warnung herausgegeben, nachdem eine Zunahme betrügerischer Webseiten festgestellt wurde, die die offizielle e-Visa-Seite der indischen Regierung nachahmen. Die Mitteilung vom 24. Juli listet dutzende täuschend ähnliche Domains auf und fordert Reisende auf, ausschließlich die offizielle URL (indianvisaonline.gov.in/evisa) zu nutzen. Betrüger verlangen „Bearbeitungsgebühren“ von bis zu 200 US-Dollar – das Fünffache der offiziellen Gebühr – und sammeln dabei Passdaten sowie Kreditkarteninformationen. Mehrere Geschäftsreisende aus Brasilien und Indien berichteten von verweigertem Boarding, da Fluggesellschaften die gefälschten Visa nicht validieren konnten. Die Mission hat Fluggesellschaften und Reisebüros angewiesen, e-Visa-Barcodes vor der Ausstellung von Bordkarten mit dem indischen Einwanderungssystem (BOI) abzugleichen. Für internationale Mobilitätsteams unterstreicht die Warnung die anhaltenden Risiken von Cyberbetrug bei Self-Service-Visa-Kanälen. Unternehmen sollten den offiziellen Link verbreiten, ihn in Buchungstools integrieren und die e-Visa-Anträge über geprüfte Partner zentralisieren. IT-Sicherheitsteams sollten Mitarbeiter davor warnen, Pässe auf ungesicherten Seiten hochzuladen, und virtuelle Kreditkarten für die Zahlung der Regierungsgebühren empfehlen. Ein nicht gesichertes echtes e-Visa kann zu kurzfristigen Reiseabsagen, finanziellen Verlusten und möglichen Datenlecks führen. Das Konsulat rät Opfern, Strafanzeigen zu erstatten und Beweise an visa.gru@mea.gov.in zu senden, um mögliche Rückbuchungen zu prüfen, weist jedoch darauf hin, dass eine Erstattung nicht garantiert ist. Präventive Aufklärung bleibt daher der beste Schutz.