
Indien hat für Tausende ausländische Besucher, die aufgrund weitreichender Flugausfälle infolge des Israel-Iran-Konflikts das Land nicht verlassen können, eine humanitäre Unterstützung verlängert. In einer Mitteilung vom 26. Juli 2026 bestätigten indische Vertretungen weltweit, dass alle Visa- und E-Visakategorien, die bald ablaufen, kostenlos um 30 Tage verlängert werden. Strafen für Überziehungen nach dem 28. Februar 2026 – dem Datum, an dem viele Golf-Fluggesellschaften den Betrieb einstellten – werden vollständig erlassen. Laut dem Einwanderungsamt sind etwa 53.000 Touristen und Geschäftsreisende aus 47 Ländern von Flugplanänderungen betroffen, da Airlines den iranischen Luftraum meiden. Die neue Regelung ermöglicht es Betroffenen, kostenfrei Ausreisegenehmigungen zu erhalten oder bis zur Wiederaufnahme des Flugverkehrs in Indien zu bleiben. Auch temporäre Landeerlaubnisse werden kostenlos an Passagiere von umgeleiteten Flügen ausgestellt, die ursprünglich nicht vorhatten, Indien zu betreten. Ausländische Handelskammern begrüßen diese Maßnahme. Die Brasilien-Indien-Kammer erklärte, dass mehr als 600 brasilianische Führungskräfte, die nach der Teilnahme an der TechXpo 2026 in Mumbai gestrandet sind, nun hohe Überziehungsgebühren von bis zu 300 US-Dollar pro Person vermeiden können. Hotels in Goa und Rajasthan, wo viele Reisende auf alternative Flüge warten, melden eine durchschnittliche Verlängerung der Buchungen um 12 Tage, was den lokalen Tourismuseinnahmen einen kleinen Aufschwung verschafft. Für Unternehmen mit entsandten Mitarbeitern auf Kurzzeitaufträgen beseitigt die Verlängerung unmittelbare rechtliche Risiken nach dem Ausländergesetz bei Visa-Verstößen, die außerhalb der Kontrolle der Mitarbeiter liegen. Mobilitätsteams sollten jedoch Verlängerungs- oder Ausreiseanträge möglichst frühzeitig über das e-FRRO-Portal einreichen, um Engpässe an den großen Flughäfen zu vermeiden. Die Regelung wird Mitte August überprüft, abhängig von der Luftverkehrslage in Westasien. Die Behörden deuteten an, dass weitere Verlängerungen möglich sind, falls sich die regionale Sicherheitslage nicht verbessert.