
Sonntagnachmittag standen Pendler in der italienischen Hauptstadt im Stau, nachdem ein Brand im Straßenbegleitgrün die Polizei zwang, beide Fahrbahnen des Grande Raccordo Anulare (GRA) zwischen den Ausfahrten Laurentina (SS 148) und Pontina zu sperren. Die Sperrung fiel auf den Beginn eines geschäftigen Wechseltags bei Ferienvermietungen, an dem Tausende zu und von den Flughäfen Fiumicino und Ciampino in Rom unterwegs waren. Die Feuerwehr kämpfte gegen Flammen, die von Böen mit 40 km/h angefacht wurden und sich rasch durch die knochentrockene Vegetation ausbreiteten. Dichter Rauch zog über die sechsspurige Ringautobahn und reduzierte die Sicht nahezu auf null. Der Verkehr wurde auf Nebenstrecken umgeleitet, was zu Staus auf der Via Cristoforo Colombo und der Via Ostiense führte; die durchschnittliche Fahrzeit vom Geschäftsviertel EUR zum Flughafen Fiumicino stieg von 25 auf 75 Minuten. Die Behörden öffneten die innere Fahrbahn nach zwei Stunden wieder, hielten die äußeren Spuren jedoch für weitere Reinigungsarbeiten und Sicherheitskontrollen der Leitplanken gesperrt. Verletzte gab es keine, doch der Vorfall verdeutlichte die Auswirkungen der extremen Sommerhitze auf die Mobilitätsinfrastruktur der Hauptstadt und die Folgen für internationale Reisende mit Abendflügen. Reiseleiter sollten ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, dass bei Temperaturen über 35 °C und anhaltendem Wind weiterhin sporadische Fahrbahn-Sperrungen möglich sind. Aktuelle Informationen sind über das Verkehrsportal „LuceVerde Roma“ und die Rome Airport App verfügbar. Unternehmen sollten in der aktuellen Hochrisikoperiode in Erwägung ziehen, Hotelzimmer in der Nähe von Fiumicino für Teams und Schlüsselpersonal zu buchen, um verpasste Flüge zu vermeiden. Die Stadtverwaltung Rom hat zugesagt, die Straßenbegleitpflege zu beschleunigen und zusätzliche Brandschneisen entlang des GRA anzulegen, doch die Umsetzung wird Monate dauern. Bis dahin empfiehlt sich für alle Geschäftsreisenden eine großzügige Zeitreserve von mindestens einer Stunde für Transfers zum Flughafen.
Quelle: ANSA