
Gulf News berichtet, dass trotz stabilisierter Flugverbindungen die Einwohner der VAE Freizeitreisen zurückstellen, da regionale Spannungen und hohe Ölpreise die Flugpreise weiterhin auf einem hohen Niveau halten. Reisebüros, die am 27. Juli 2026 befragt wurden, geben an, dass die Nachfrage derzeit vor allem von dringenden Familienbesuchen und sogenannten „Visa-Run“-Reisen zur Verlängerung von Besuchs- oder Arbeitserlaubnissen geprägt ist. Durchschnittliche Economy-Tickets nach London liegen über 2.800 AED, während Flüge nach Südostasien fast 5.000 AED kosten – 30 bis 40 Prozent über den üblichen Nebensaisonpreisen. Fluggesellschaften führen den Preisanstieg auf gestiegene Treibstoffkosten und Umwege aufgrund gesperrten Luftraums im Golfgebiet zurück, was Flugzeiten und Personalkosten erhöht. Geschäftsreisen bleiben hingegen robust, da Unternehmen auf Dubais Vernetzung setzen, wechseln jedoch vermehrt zu flexiblen Tickets und hybriden Remote-Meetings, um sich gegen plötzliche Stornierungen abzusichern. Reiseveranstalter empfehlen, vollständig erstattungsfähige Tarife zu buchen oder regionale Zwischenstopps wie Muscat einzubauen, um Puffer in den Reiseplänen zu schaffen. Diese Entwicklung verändert die Umsätze der Agenturen: Visa-Änderungspakete – kurze Flüge in Nachbarländer zur Verlängerung von Einreisegenehmigungen – machen inzwischen einen wachsenden Anteil der Buchungen aus. Mobilitätsmanager sollten sicherstellen, dass Mitarbeiter die neuen Regeln zu Überziehungsstrafen kennen und Rückflugtickets sowie Hotelgutscheine bereithalten, um Ablehnungen an den Einreisekontrollen der VAE zu vermeiden. Mit dem Schulanfang Ende August rechnen Agenturen erst ab Mitte September mit einer Entspannung der Preise, vorausgesetzt, die geopolitische Lage stabilisiert sich und die EASA senkt ihre Warnung für Konfliktzonen. Bis dahin werden kostenbewusste Reisende voraussichtlich Reisen kombinieren oder mit dem Auto ins benachbarte Oman fahren, was die Bedeutung flexibler Reiserichtlinien unterstreicht.
Quelle: Gulf News