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EasyJet Frankreich: Kabinenpersonal-Gewerkschaften drohen im August mit Streik wegen Dienstplänen und Nachtflügen

Juli 28, 2026
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EasyJet Frankreich: Kabinenpersonal-Gewerkschaften drohen im August mit Streik wegen Dienstplänen und Nachtflügen
Sommerreisechaos könnte sich verschärfen, nachdem die Union nationale du personnel navigant commercial (UNPNC-CFDT) am 27. Juli mit einem möglichen Streik der in Frankreich stationierten Kabinenbesatzung in den „kommenden Wochen“ gedroht hat. In einem an die Finanzplattform Zone Bourse durchgesickerten Schreiben kritisiert die Gewerkschaft „verschlechterte Arbeitsbedingungen, kurzfristige Dienstplanänderungen und eine nicht abgestimmte Ausweitung der Nachtflüge“ und erklärt, dass frühere Verhandlungen mit der Geschäftsleitung sowie den Schwestergewerkschaften SNPNC-FO und UNAC „keine nennenswerten Fortschritte“ gebracht hätten. EasyJet betreibt täglich rund 250 Flüge von und zu französischen Flughäfen und bedient einen großen Anteil an inner-europäischen Geschäftsreisenden. Ein Streik würde kurz vor dem traditionellen französischen August-Urlaubsansturm stattfinden und könnte Mobilitätsprogramme, die auf günstige Verbindungen zwischen Paris, Lyon, Toulouse und wichtigen Wirtschaftszentren wie London und Mailand setzen, erheblich stören. Für multinationale Arbeitgeber wirft der Konflikt sowohl operative als auch Fürsorgepflichtfragen auf. Kurzstreckenalternativen bei Air France/KLM und der Bahn sind aufgrund der Luftverkehrsbeschränkungen in Bordeaux bereits stark ausgebucht. Mobilitätsmanager sollten kritische Reisen im Zeitraum 5. bis 25. August genau planen, flexible Tickets sichern und Reisende über ihre EU261-Entschädigungsansprüche informieren. Personalabteilungen, die Ende des Monats Entsandte verlegen, sollten vorübergehende Unterkünfte reservieren, falls sich Ankunftstermine verschieben. Der Streit spiegelt auch das allgemein angespannte Arbeitsklima in Frankreich wider. Die Fluglotsengewerkschaft SNCTA hat ihren für September geplanten Streik zwar verschoben, aber nicht abgesagt, was die Unsicherheit weiter erhöht. Beobachter berichten, dass EasyJet Frankreich offenbar ein Übernahmekandidat für Private-Equity-Fonds ist; die Gewerkschaften befürchten, dass ein Verkauf zu verstärktem Kostendruck führen würde. EasyJet erklärte, man bleibe „offen für Dialog“ und werde im Falle eines bestätigten Streiks einen Plan zur Einschätzung der Auswirkungen veröffentlichen. Unternehmen sollten die Hinweise über den Flight Tracker der Airline verfolgen und sicherstellen, dass die Reisendenprofile aktuelle Mobilnummern für Umleitungsbenachrichtigungen enthalten.
Quelle: Zone Bourse

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