
Die russische Nachrichtenagentur AK&M berichtete am 27. Juli, dass anhaltende Streiks von Fluglotsen in Frankreich und Bodenpersonal in ganz Europa allein am Montag zu über 900 Flugausfällen führten. Obwohl Italien diese Woche einen landesweiten Streik vermeiden konnte, haben ENAV, SEA Handling und mehrere Abfertigungsunternehmen an den Flughäfen Rom-Fiumicino, Mailand-Malpensa und Venedig-Marco Polo Notfallpläne aktiviert, um umgeleiteten Verkehr und mögliche Folgeverspätungen aufzufangen. Die Zivilluftfahrtbehörde (ENAC) erinnerte die Fluggesellschaften an die Liste der „garantierten Flüge“, die während Arbeitskämpfen im Ausland durchgeführt werden müssen, darunter mindestens eine Verbindung pro Strecke zu Inseln sowie wichtige Langstreckenverbindungen. Reisende mit Umsteigeverbindungen über Paris, Brüssel oder Palma de Mallorca – wo das Personal von Swissport am 27. Juli einen viertägigen Streik begann – sind am stärksten von Störungen betroffen. Geschäftsreisende sollten ihre Mitarbeiter dazu anhalten, nur mit Handgepäck zu reisen, bevorzugt Morgenflüge zu wählen, die eher planmäßig starten, und die Webseiten von StrikeTracker und ENAC auf Ausnahmen zu überprüfen. Wo möglich, kann eine Umleitung über Zürich oder Wien die Auswirkungen von Flugraumsperrungen in Frankreich verringern. Der nächste landesweite ENAV-Streik in Italien ist für den 30. September 2026 (13:00–17:00 Uhr) geplant, doch Gewerkschaften warnen, dass kurzfristig Solidaritätsstreiks ausgerufen werden könnten, falls die Verhandlungen über Überstundenvergütungen im Sommer stocken. Unternehmen mit wichtigen Projekten sollten in der Hauptreisezeit Pufferzeiten in ihre Reisepläne einbauen.
Quelle: AK&M Newswire
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