
Die Einwanderungsbehörde Hongkongs und die Travel Industry Authority (TIA) führten am 28. Juli in den frühen Morgenstunden eine Razzia gegen illegale Reiseleiter durch. Dabei wurden zwei Festlandchinesinnen festgenommen, die in Kowloon eine Touristengruppe ohne die erforderlichen Lizenzen führten. Ein Sprecher der TIA erklärte, die Frauen im Alter von 32 und 41 Jahren seien in der Nähe der Avenue of Stars aufgehalten worden, nachdem Beamte beobachtet hatten, wie sie Gebühren einsammelten und Kommentare auf Mandarin abgaben. Nach dem Gesetz Hongkongs muss jeder, der gegen Bezahlung Führungs- oder Begleitdienste anbietet, im Besitz einer gültigen TIA-Reiseleiterlizenz sein; Verstöße können mit bis zu zwei Jahren Haft und einer Geldstrafe von bis zu 100.000 HKD geahndet werden. Die gemeinsame Aktion folgt auf eine Zunahme von Beschwerden legitimer Reiseveranstalter, wonach unlizenzierte Guides preisbewusste Tagesausflügler vom Festland mit stark vergünstigten Angeboten anlocken, wodurch zugelassene Anbieter unterboten und Verbraucherschutzbedenken ausgelöst werden. Die TIA kündigte an, während der Sommer-Hauptsaison verstärkt unangekündigte Kontrollen an beliebten Sehenswürdigkeiten durchzuführen. Firmenreisemanager sollten beachten, dass Mitarbeiter, die Ad-hoc-Belohnungsreisen oder Standortbesichtigungen in Hongkong organisieren, ausschließlich mit TIA-lizenzierten Dienstleistern zusammenarbeiten müssen. Der Einsatz unlizenzierter Guides kann den Versicherungsschutz aufheben und Veranstalter haftbar machen, falls Reisende zu Schaden kommen oder betrogen werden. Die Einwanderungsbehörde rief die Öffentlichkeit dazu auf, Verdachtsfälle über die 24-Stunden-Hotline zu melden. Beide festgenommenen Frauen werden weiterhin befragt; Anklagen werden innerhalb der Woche erwartet.
Quelle: Yahoo Hong Kong / Now News