
Der Internationale Flughafen Hongkong (HKIA) hat am 27. Juli sein neues „Park & Visit“-Programm vorgestellt. Dieses ermöglicht berechtigten Privatfahrzeugen aus allen neun Städten der Guangdong Greater Bay Area (GBA) sowie aus Macau, über die Hongkong-Zhuhai-Macao-Brücke (HZMB) zu fahren, auf einer automatisierten Parkanlage auf der Hongkonger Hafeninsel der Brücke zu parken, die Einwanderung zu Fuß zu passieren und die Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erkunden. Das Programm baut auf dem im November eingeführten „Park & Fly“-Service sowie der jüngsten Erweiterung des Southbound Travel Scheme auf, das die tägliche Quotenanzahl für Fahrzeuge aus Guangdong, die in das Stadtgebiet Hongkongs einfahren dürfen, auf 200 verdoppelt hat. Durch die Trennung von Parkmöglichkeiten und Innenstadtverkehr erhoffen sich die Behörden eine Entlastung der Verkehrsbelastung und gleichzeitig die Anziehung von einkommensstarken Tagesausflüglern zu den Attraktionen auf Lantau und den städtischen Einkaufsvierteln. Für Führungskräfte aus der GBA beseitigt das Programm einen langjährigen Engpass: die Notwendigkeit, separate grenzüberschreitende Fahrzeugversicherungen und Fahrquoten für die Stadtfahrt zu organisieren. Fahrer können online einen Parkplatz buchen, zahlen 400 HK$ pro Tag und stellen ihr Fahrzeug in einem vollautomatisierten Parkhaus neben dem Passagierabfertigungsgebäude ab. Ein Shuttlebus bringt die Passagiere zur Einwanderung, von wo aus sie den Airport Express oder lokale Busse nutzen können. Die Flughafenbehörde Hongkong sucht Partner, um Rabatte auf Freizeitpark-Tickets und Einkaufsgutscheine anzubieten, die an die Parkbuchungsreferenz gekoppelt sind. Einzelhandelsanalysten prognostizieren, dass bei einer täglichen Nutzung von 200 Fahrzeugen mit durchschnittlich drei Personen pro Fahrzeug das Programm jährlich Besucherumsätze von bis zu 900 Millionen HK$ generieren könnte. Logistikmanager mit grenzüberschreitenden Fahrzeugflotten sollten beachten, dass „Park & Visit“ derzeit nur für Privatwagen gilt, nicht für Güterfahrzeuge. Die Fahrzeuge müssen über Festland-Kennzeichen und gültige HZMB-Genehmigungen verfügen; in Hongkong zugelassene Fahrzeuge dürfen ohne gesonderte Genehmigung weiterhin nicht in Richtung Norden fahren. Die Versicherung muss den Betrieb im Hafenbereich des HKIA abdecken.
Quelle: TTR Weekly