Australien überarbeitet Warteschlange für Fachkräftevisa mit neuer Ministeranweisung 119
Arbeits- und Urlaubsvisa-Kontingente für 18 Länder nach 32-stündigem Antragsansturm ausgesetzt
Prioritätenliste für Studentenvisa angepasst: Bewerber aus dem Pazifik und TAFE-Kurse rücken vor
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Australien erlässt neue Ministerielle Anweisung 119 und priorisiert offiziell Bewerber für Fachkräftevisa im Inland
Das Innenministerium hat die Ministerielle Anweisung 119 veröffentlicht, die ab dem 25. Juli 2026 in Kraft tritt und die Reihenfolge der Fachkräfte-Einwanderung neu ordnet. Dabei erhalten Bewerber, die sich bereits im Land aufhalten – insbesondere aus den Bereichen Verteidigung, Bauwesen, Gesundheit und Bildung – höchste Priorität. Anträge für Fachkräftevisa aus dem Ausland werden nun als niedrigste Priorität eingestuft, was für Unternehmen, die Talente direkt aus dem Ausland rekrutieren, zu erheblichen Verzögerungen führen kann. Unternehmen wird empfohlen, Anträge erst nach der Ankunft der Arbeitskräfte in Australien einzureichen oder ihre Projektpläne entsprechend anzupassen.
Globale Talent- und Nationale Innovationsvisa unter neue Ministerielle Anweisung 120 gestellt
Das Innenministerium hat die Ministerielle Anweisung 120 veröffentlicht, die ein vierstufiges Prioritätensystem für Global Talent/National Innovation (Subclass 858) Visa einführt. Bewerber, die sich bereits in Australien aufhalten, sowie Preisträger erhalten nun höchste Priorität, während gleich qualifizierte Kandidaten im Ausland eine niedrigere Priorität einnehmen. Diese Änderung fordert Arbeitgeber und Gründer dazu auf, vor der Antragstellung nach Australien einzureisen und steht im Einklang mit dem Regierungsplan, die Nettozuwanderung zu drosseln und gleichzeitig wichtige Fachkräfte im Land zu halten.
Prioritätenliste für Studentenvisa aktualisiert: Postgraduale Forschung und TAFE bleiben vorn
Das Innenministerium hat seine Prioritätenseite für Studentenvisa aktualisiert und bekräftigt, dass Bewerber für TAFE, ELICOS, Schulen und postgraduale Forschung weiterhin höchste Priorität (Priorität 1) genießen, während Universitäten, die ihre Kontingente für ausländische Studierende größtenteils ausgeschöpft haben, in niedrigere Prioritätsstufen fallen. Diese Klarstellung erfolgt nach der Erhöhung der Visagebühren um 25 Prozent und wird voraussichtlich die Bearbeitungszeiten für stark frequentierte Universitäten verlängern, was Agenten dazu veranlasst, Bewerber über alternative Wege zu leiten.