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Globale Talent- und Nationale Innovationsvisa unter neue Ministerielle Anweisung 120 gestellt

Aug. 1, 2026
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Globale Talent- und Nationale Innovationsvisa unter neue Ministerielle Anweisung 120 gestellt
Parallel zur umfassenden Neuausrichtung der Prioritäten für Fachkräftevisa hat das Innenministerium stillschweigend eine ergänzende Mitteilung veröffentlicht, die bestätigt, dass das renommierte Global Talent-Programm in eine neue Bearbeitungsreihenfolge – die Ministerielle Anweisung 120 – aufgenommen wurde. Diese trat am 25. Juli 2026 in Kraft und wurde erst gestern Abend online gestellt. Die Anweisung 120 gilt für Anträge der Klasse BX (Unterklasse 858), einschließlich des umbenannten National Innovation-Visums, das 2025 das bisherige Global Talent-Visum ersetzt hat.

Nach der neuen Priorisierung erhalten Bewerber, die eine Nominierung von einer australischen Regierungsbehörde erhalten haben oder mit global bedeutenden Auszeichnungen anerkannt wurden, die höchste Priorität (Priorität 1). Priorität 2 gilt für Kandidaten aus den sieben Zielbranchen (Rohstoffe, Agrartechnologie, Energie, Gesundheit, Verteidigung, Digitaltechnik und Fintech), die sich zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits in Australien aufhalten. Offshore-Talente in denselben Branchen werden auf Priorität 3 gesetzt, während alle anderen Bewerber mit herausragenden Leistungen auf Priorität 4 fallen.

Globale Talent- und Nationale Innovationsvisa unter neue Ministerielle Anweisung 120 gestellt


Für Start-ups und Forschungszentren ist die Botschaft klar: Bringen Sie Ihre Top-Talente vor der Antragstellung nach Australien, wenn Sie eine Entscheidung innerhalb von sechs Monaten wünschen. Gründer mit Risikokapitalbeteiligung, die sich derzeit im Ausland befinden, müssen mit Wartezeiten von über einem Jahr rechnen, sofern sie nicht zunächst mit einem Besuchs- oder temporären Arbeitsvisum einreisen. Universitäten, die auf Offshore-Nominierungen für Forschungspreisträger angewiesen sind, müssen ebenfalls längere Vorlaufzeiten für den Beginn auf dem Campus einplanen.

Einwanderungsanwälte sehen in der Anweisung 120 die Schließung einer Lücke, die es vermögenden Offshore-Bewerbern bisher erlaubte, lokale Talente zu überholen. Die Änderung steht im Einklang mit dem Ziel des Finanzministeriums, die Nettozuwanderung zu reduzieren, ohne die Verfügbarkeit bereits ansässiger, hochqualifizierter Arbeitskräfte einzuschränken, die sich schnell in den Arbeitsmarkt integrieren können.

Praktische Folgen:
• Nominieren Sie nach Möglichkeit Kandidaten, die sich bereits im Land aufhalten.
• Bereiten Sie sich darauf vor, den „nationalen wirtschaftlichen Nutzen“ strenger nachzuweisen, da die Sachbearbeiter unter der neuen Priorisierung größere Ermessensspielräume haben.
• Erwarten Sie eine intensivere Datenweitergabe zwischen dem Innenministerium und Austrade bezüglich kommerzieller Auswirkungen.
Quelle: Department of Home Affairs – Skilled Visa Processing Priorities page

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