
Der jährliche Ansturm auf Australiens Work and Holiday Visa (Subclass 462) kam am 1. August frühzeitig zum Erliegen, als das Innenministerium den Status von 18 Partnerländern von „offen“ auf „pausiert“ umstellte. Das Live-Dashboard zur Länderbegrenzung, das um 04:15 Uhr AEST aktualisiert wurde, zeigt, dass Argentinien, Chile, Spanien, Thailand und weitere Länder bereits nur 32 Stunden nach Öffnung der diesjährigen Vergabe gestoppt wurden. Offizielle Stellen erklären, die Pause solle die Anträge über das Jahr verteilen und IT-Engpässe vermeiden. Insider bestätigen jedoch, dass die Kontingent-Auslastung bei mehreren lateinamerikanischen Ländern an einem einzigen Tag über 70 Prozent lag. Sobald ein Kontingent pausiert ist, können keine neuen Anträge mehr eingereicht werden, bis das Ministerium den Prozess wieder öffnet – was Wochen oder Monate dauern kann und ohne Vorwarnung geschieht. Für Mobilitätsteams bedeutet das sofortige Probleme: Absolventen und Work-and-Holiday-Teilnehmer, die auf einen Start im August angewiesen sind, können nur noch Anträge stellen, wenn sie bereits eine vorläufige Antragsnummer besitzen. Reisevermittler in Buenos Aires und Santiago raten ihren Kunden, auf Programme in Kanada oder Neuseeland auszuweichen, während australische Gastronomiebetriebe, die im Frühling Personalengpässe befürchten, auf das Seasonal Worker Programme oder das PALM-Programm umsteigen müssen. Die schnelle Schließung unterstreicht die Beliebtheit der Subclass 462 seit der Erholung nach der Pandemie. Vergabestatistiken zeigen, dass Argentinien sein Kontingent von 3.400 Plätzen im Jahr 2025-26 bereits nach 14 Tagen ausgeschöpft hatte; in diesem Jahr ist die Nachfrage noch höher. Regierungskreise berichten, dass das Ministerium erwägt, weitere Länder mit Kontingenten – etwa Indonesien und Vietnam – auf ein Vorab-Losverfahren umzustellen, ähnlich dem System für China und Indien, um Serverüberlastungen zu reduzieren. Bis dahin sollten Arbeitgeber mit Unvorhersehbarkeiten rechnen und längere Vorlaufzeiten bei der Rekrutierung von Aushilfskräften einplanen.