
Ein Update des Schengen-Überwachungsportals der Europäischen Kommission vom 14. September bestätigt, dass die Niederlande die vorübergehenden Grenzkontrollen zu Belgien und Deutschland mindestens bis zum 30. September 2026 aufrechterhalten werden. Die niederländische Regierung begründet dies mit „ernsthaften Gefahren für die öffentliche Ordnung“ aufgrund hoher Asylantragszahlen und sekundärer Bewegungen innerhalb des Schengen-Raums. Die Kontrollen umfassen Stichproben an wichtigen Autobahnen wie der E19 (Breda–Antwerpen) sowie Zugverbindungen zwischen Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam. Belgische Pendler berichten von Verzögerungen von bis zu 30 Minuten während der Stoßzeiten, während Logistikunternehmen über unvorhersehbare Wartezeiten an der Grenzstelle Hazeldonk klagen. Deutschland wird seinerseits ab dem 16. September für sechs Monate Kontrollen an den Landgrenzen zu Belgien, Luxemburg und weiteren Nachbarländern wieder einführen. Diese Maßnahme, die auf die Bekämpfung von Schleusernetzwerken abzielt, könnte Just-in-Time-Lieferketten belgischer Hersteller, die nach Nordrhein-Westfalen liefern, beeinträchtigen. Unternehmen mit Shuttle-Bussen oder Frachtverkehren sollten zusätzliche Pufferzeiten einplanen und Fahrer anweisen, vollständige Ausweis- und Frachtpapiere mitzuführen. Personalabteilungen sollten grenzüberschreitend tätige Mitarbeiter auf mögliche Ausweiskontrollen auch bei Routinefahrten vorbereiten.
Quelle: European Commission – DG Home