
Die Europäische Kommission hat stillschweigend Anträge von neun Schengen-Staaten – darunter Belgien – akzeptiert, die vollständige Umsetzung des neuen EU-Ein- und Ausreisesystems (EES) zu verschieben. Die letzte Übergangsregelung, die es den Ländern erlaubte, die Pflicht zur Fingerabdruck- und Gesichtserkennung auszusetzen, lief am 6. September aus. Belgien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Malta, die Niederlande, Portugal und die Schweiz teilten Brüssel jedoch mit, dass wichtige Grenzübergänge technisch noch nicht einsatzbereit seien. Laut Dokumenten, die mehreren Medien vorliegen, stimmte die Kommission am 14. September zu, den neun Staaten mehr Zeit zu geben, um die Netzwerkkapazitäten zu erweitern, zusätzliche Terminals zu installieren und das Personal zu schulen, damit die Warteschlangen nicht zu lang werden.
The Guardian berichtet, dass die Fingerabdruckerfassung bereits am Eurostar-Terminal in Brüssel-Midi begonnen hat, jedoch noch nicht an regionalen Flughäfen wie Charleroi – ein Hinweis auf den uneinheitlichen Rollout. Nur etwa 12 von 1.500 Grenzstellen in der EU haben noch „kritische“ Probleme, darunter stark frequentierte Urlaubsdrehscheiben wie Frankfurt und Schiphol. Für belgische Unternehmen ist die Atempause bedeutend: Während der Sommer-Testphase warnten Abfertigungsagenten am Flughafen Brüssel vor Wartezeiten von bis zu 90 Minuten bei Softwareausfällen. Multinationale Arbeitgeber mit Shuttle-Verbindungen zwischen Brüssel und Paris mussten Meetings neu planen und teilweise sogar Autos chartern, um Anschlussverluste zu vermeiden. Reiseverantwortliche berichteten dem Belgian International Mobility Forum, dass allein verpasste Anschlusszüge die September-Budgets pro Reisendem um rund 400 Euro belasteten.
Die Kommission betont, dass das EES „nicht ausgesetzt“ sei und die Ausnahmeregelungen monatlich überprüft werden. Fluggesellschaften müssen daher weiterhin Vorausreisendeninformationen sammeln und Nicht-EU-Reisende darauf hinweisen, dass sie an beiden Enden der Reise biometrische Daten vorlegen müssen. Die Flexibilität nimmt jedoch den Druck von Betreibern wie Eurostar, die befürchteten, dass die Verbindungen zwischen St Pancras und Brüssel bei einer verpflichtenden Registrierung aller Nicht-EU-Passagiere zu Spitzenzeiten nicht mehr rentabel wären.
Blickt man nach vorne, so erwarten Beamte im Bundesinnenministerium, dass Belgien die vollständige Einführung des EES am Nicht-Schengen-Terminal des Flughafens Brüssel bis Mitte November abschließt, gefolgt vom Hafen Ostende im Dezember. Geschäftsreisende und Branchenvertreter raten Unternehmen indes, für alle Drittstaatsangehörigen, die nach Belgien einreisen, bis mindestens zum ersten Quartal 2027 weiterhin 30 Minuten Pufferzeit einzuplanen.
The Guardian berichtet, dass die Fingerabdruckerfassung bereits am Eurostar-Terminal in Brüssel-Midi begonnen hat, jedoch noch nicht an regionalen Flughäfen wie Charleroi – ein Hinweis auf den uneinheitlichen Rollout. Nur etwa 12 von 1.500 Grenzstellen in der EU haben noch „kritische“ Probleme, darunter stark frequentierte Urlaubsdrehscheiben wie Frankfurt und Schiphol. Für belgische Unternehmen ist die Atempause bedeutend: Während der Sommer-Testphase warnten Abfertigungsagenten am Flughafen Brüssel vor Wartezeiten von bis zu 90 Minuten bei Softwareausfällen. Multinationale Arbeitgeber mit Shuttle-Verbindungen zwischen Brüssel und Paris mussten Meetings neu planen und teilweise sogar Autos chartern, um Anschlussverluste zu vermeiden. Reiseverantwortliche berichteten dem Belgian International Mobility Forum, dass allein verpasste Anschlusszüge die September-Budgets pro Reisendem um rund 400 Euro belasteten.
Die Kommission betont, dass das EES „nicht ausgesetzt“ sei und die Ausnahmeregelungen monatlich überprüft werden. Fluggesellschaften müssen daher weiterhin Vorausreisendeninformationen sammeln und Nicht-EU-Reisende darauf hinweisen, dass sie an beiden Enden der Reise biometrische Daten vorlegen müssen. Die Flexibilität nimmt jedoch den Druck von Betreibern wie Eurostar, die befürchteten, dass die Verbindungen zwischen St Pancras und Brüssel bei einer verpflichtenden Registrierung aller Nicht-EU-Passagiere zu Spitzenzeiten nicht mehr rentabel wären.
Blickt man nach vorne, so erwarten Beamte im Bundesinnenministerium, dass Belgien die vollständige Einführung des EES am Nicht-Schengen-Terminal des Flughafens Brüssel bis Mitte November abschließt, gefolgt vom Hafen Ostende im Dezember. Geschäftsreisende und Branchenvertreter raten Unternehmen indes, für alle Drittstaatsangehörigen, die nach Belgien einreisen, bis mindestens zum ersten Quartal 2027 weiterhin 30 Minuten Pufferzeit einzuplanen.
Quelle: The Guardian