
Während der Nationalen Kinderschutzwoche gab die Australian Border Force (ABF) die Ergebnisse einer koordinierten Australien-Neuseeland-Operation zur Bekämpfung von Straftaten im Bereich der Kindesausbeutung bekannt. Zwischen dem 30. August und dem 5. September nahmen ABF-Beamte zwei Personen fest, annullierten mehrere Visa an den Flughäfen Sydney, Cairns und Perth und beschlagnahmten elektronische Geräte mit kinderpornografischem Material. Die gemeinsame Aktion, an der Landespolizeien, die Australian Federal Police und die Joint Agency Child Exploitation Taskforce beteiligt waren, zeigt, wie Einwanderungsbefugnisse strafrechtliche Ermittlungen ergänzen. In einem Fall wurde einem Nicht-Staatsbürger an der Grenze das Visum entzogen, nachdem auf seinem Telefon illegale Inhalte entdeckt wurden, was die Einreise verhinderte und ein Ausweisungsverfahren einleitete. Die Visumsstreichungen aus charakterlichen Gründen sind im vergangenen Jahr um 19 Prozent gestiegen, was den verstärkten Einsatz von Abschnitt 116 durch das Innenministerium widerspiegelt, um Reisende mit Sicherheits- oder Kriminalitätsrisiken abzuweisen. Multinationale Unternehmen, die Mitarbeiter verlegen, sollten ihre Entsandten über Australiens strenge Kontrollen digitaler Geräte informieren und sicherstellen, dass rechtlicher Beistand für eventuelle Grenzfragen bereitsteht. Die ABF kündigt an, dass die auf Geheimdienstinformationen basierende Kontrolle und digitale Forensik in den nächsten zwölf Monaten ausgeweitet werden, wobei zusätzliche Beamte für die Untersuchung von Cloud-Speichern geschult werden. Reisende – ob geschäftlich oder privat – müssen mit verstärkter Kontrolle rechnen, insbesondere auf Routen, die für den Transport risikoreicher Inhalte bekannt sind.
Quelle: Australian Border Force